
Die gingen an den Nationalen Forschungsverbund Windenergie. Dahinter stehen ForWind, das Zentrum für Windenergieforschung der Universitäten Oldenburg, Hannover und Bremen, und das IWES. „Wir haben vor Weihnachten Bewilligungsbescheide über zweistellige Millionenbeträge bekommen“, berichtet Reuter, „davon profitiert auch der Standort Bremerhaven.“ Welche Forschungsarbeiten mit dem Geld angeschoben werden, wollen die Projektpartner zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.
Am IWES mit seinen Ablegern in Bremerhaven, Hannover und Oldenburg, arbeiten mittlerweile rund 130 Beschäftigte. Die meisten von ihnen entwickeln und testen am Seedeich, wo die Rotorblatt-Prüfstände stehen und im vergangenen Jahr das markante Engineering-Gebäude fertig wurde.
„In diesem Jahr werden noch rund zehn Mitarbeiter dazu kommen“, schätzt Reuter. Das IWES sei quer durch alle Bereiche gewachsen. Rund 30 Prozent der Umsätze werden nach seinen Angaben über direkte Industrieaufträge erzielt. Dazu kommen öffentlich finanzierte Projekte.
An der Straße Deichhämme werden zurzeit die nächsten Arbeitsplätze vorbereitet: Dort will das IWES einen großen Gondelprüfstand bauen, um die mächtigen Maschinenhäuser der Windenergieanlagen zu testen. Reuter beziffert die Gesamtinvestition auf rund 35 Millionen Euro. „Das ist unser größtes Einzelprojekt“, stellt der Institutsleiter fest und fügt hinzu: „Das bindet natürlich viele Ressourcen.“ Er rechnet mit der Grundsteinlegung in der zweiten Jahreshälfte und der Fertigstellung im nächsten Jahr.
Einen Eindruck, wie groß die Wünsche sein können, bekamen die Bremerhavener im Herbst. Das größte Rotorblatt der Welt mit einer Länge von 83,5 Metern wurde per Schiff angeliefert. Ein dänischer Spezialhersteller lässt es von den IWES-Experten testen.
