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Edeka Ankermieter im „Weser Carré“


Wulsdorf. Im Süden der Stadt fehlt ein Vollversorger. Auch das Angebot an Fachgeschäften im Wulsdorfer Stadtteil-Zentrum ist ausgedünnt. „Mit dem Projekt ‚Weser-Carré‘ stoßen wir genau in diese Bedarfslücke“, ist sich Uwe Kammholz, Projektentwickler der Firma Ten Brinke, sicher. Die Gefahr, dass durch das „Weser Carré“ auf dem ehemaligen Warrings-Gelände vorhandene Geschäfte verdrängt werden, sieht er nicht. Von Jürgen Rabbel


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Ob ein Einkaufszentrum auf dem ehemaligen Warrings-Gelände gebaut wird, ist noch nicht entschieden. Auf dem Papier existiert aber schon ein Entwurf, wie das „Weser Carré“ aussehen könnte. Neben einem Vollversorger sollen dort bis zu zehn Fachgeschäfte einziehen. Auf dem Parkplatz sind 300 Stellplätze vorgesehen. Zeichnung pr

„Das Gegenteil wird der Fall sein“, meint Kammholz zu der immer wieder von der Interessengemeinschaft Wulsdorf (IGW) ins Feld geführten Standort-Kritik. Die nur 250 Meter vom Wulsdorf-Center geplante Anlage ergänze das bestehende Angebot, so Kammholz. „Es gibt keine echten Sortimentüberschneidungen.“ Die Angst sei daher also völlig unbegründet. „Man kann ja nichts verdrängen, was gar nicht da ist.“

Rund 7000 Quadratmeter soll das geplante Einkaufszentrum haben. Rund 1800 Quadratmeter davon sollen auf den sogenannten Vollsortimenter entfallen. „Das wird Edeka sein“, sagt Kammholz. Aber die Kette setze voraus, dass auch ein starkes Handelsumfeld existiere – also die Fachmärkte in direkter Nachbarschaft, unterstreicht der Projektleiter. „Edeka plant in die Zukunft, möchte auf lange Sicht am Standort bestehen“, sagt Kammholz. „So wie wir. Und wir sind von dem Standort absolut überzeugt. Wir holen die verlorengegangene Kaufkraft zurück nach Wulsdorf – und davon profitiert der gesamte Stadtteil“, ist sich Kammholz sicher.

Neben Edeka sollen bis zu zehn Fachgeschäfte mit in das „Weser-Carré“ einziehen. „Vier Textil- und ein Schuhgeschäft sowie ein Tiernahrungsmarkt und eine Drogerie“, zählt Kammholz auf. „Ein Mix, den es im bestehenden Stadtteilzentrum zurzeit gar nicht gibt“, hebt er hervor. „Zum Teil haben wir schon Vorverträge.“ Die Unterschriften würden aber erst darunter gesetzt, wenn mit dem geänderten Bebauungsplan auch die Voraussetzungen geschaffen worden sind, dass das rund 13,5 Millionen Euro teure Projekt auch realisiert werden kann. „Das ist ein zeitintensiver Prozess – das wissen wir. Aber ich bin überzeugt davon, dass wir die Planung gemeinsam mit der Politik hinbekommen“, sagt Kammholz. „Wir haben ein großes Interesse daran, dass Projekt an diesem Standort zu verwirklichen.“

Keine Konkurrenz für Mitte

Den Vorwurf, dass das „Weser Carré“ die Kaufkraft auch aus den angrenzenden Stadtteilen abziehen würde, sieht Kammholz nicht. „Es wird niemand aus Geestemünde oder Mitte nach Wulsdorf fahren, wenn es die gleichen Sortimente in seinem Stadtteil gibt“, ist er überzeugt. „Im Moment müssen dafür aber viele Wulsdorfer für ihren Bedarf weite Wege in Kauf nehmen.“

Vorausgesetzt, der Bebauungsplan für das ehemalige Warrings-Gelände wird geändert, „dann könnte das ,Weser Carré‘ frühestens 2014 eröffnet werden – wenn es optimal läuft“, meint Kammholz. Einen alternativen Standort für das geplante Projekt in Wulsdorf sieht er nicht. Die Flächen an der Heinrich-Kappelmann-Straße seien auf alle Fälle viel zu klein.

Auf einen Blick

Was? Neues Einkaufszentrum „Weser Carré“ an der Weserstraße

Größe? rund 7000 Quadratmeter für einen Vollsortimenter sowie bis zu zehn verschiedene Fachgeschäfte

Investition? rund 13,5 Millionen Euro

Stand der Planung? Der Bebauungsplanentwurf Nr. 420 „Ahnthöhe/Rohrstraße“ ist noch nicht genehmigt.

Artikel vom 18.08.12 - 16:00 Uhr
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