Seit 1885 wurde diese höchste Auszeichnung der Stadt und seiner Vorgängergemeinden lediglich 20 Mal vergeben. Vorschläge dafür kann grundsätzlich jeder Bürger beim Stadtverordnetenvorsteher einreichen. Über die Wahl befinden die Stadtverordneten.
Hempel war Gründungsdirektor des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (Awi), Thiede wurde sein Nachfolger. Hempel machte sich einen Namen als „Vater einer meereswissenschaftlich ausgerichteten Polarforschung in der Bundesrepublik“. Er nahm sein Amt am 29. April 1981 an, kurz nachdem die Georg-von-Neumayer-Station in der Antarktis gebaut und bezogen wurde.
1982 folgte die Filchner-Station, die Indienststellung des Forschungsschiffes „Polarstern“ mit Heimathafen Bremerhaven und die Grundsteinlegung des Awi-Neubaus Am Alten Hafen.
Hempels Leistungen für den Auf- und Ausbau des Awi hätten Bremerhaven zu einem Wissenschaftsstandort ersten Ranges aufgewertet, heißt es in der Begründung für die Ehrenbürgerschaft. Durch die intensive Zusammenarbeit mit der Universität Bremen sei die wissenschaftliche Verbindung zwischen Bremen und Bremerhaven erheblich gestärkt worden.
Als wissenschaftlicher Direktor hat Thiede von 1997 an den Erfolgskurs von Hempel weiterverfolgt. In seiner zehnjährigen Amtszeit baute er das Awi massiv aus. Die Zahl der Mitarbeiter stieg auf über 800. Durch die Fusion mit der Biologischen Anstalt Helgoland, die Thiede massiv vorangetrieben hatte, wuchs das Forschungsspektrum.
Mit dem Erweiterungsbau an der Doppelschleuse setzte er ebenfalls Maßstäbe. Damit legte Thiede auch den Grundstein für die Wissenschaftsmeile. Er baute die Kooperation mit dem Deutschen Schiffahrtsmuseum, der Hochschule Bremerhaven und der Uni Bremen aus, was viele Studierende in die Stadt lockte.
Auch im Bereich der internationalen Zusammenarbeit war Thiede erfolgreich. Außerdem trieb er die Planungen für die Neumayer-Station III voran, für die die Kramer-Gruppe Generalunternehmer wurde. Auch engagierte er sich für den Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.
Das Wohl seiner Heimatstadt liege dem gebürtigen Wesermünder sehr am Herzen, heißt es weiter. Lüken engagiere sich im Förderverein Deutsches Schiffahrtsmuseum und im Initiativkreis Deutsches Auswandererhaus. Unter seiner Führung habe die Werft das kulturelle Leben mit beträchtlichen Sponsorenmitteln bereichert. (guh)
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