Angebunden ist die Seniorenbetreuung beim Sozialamt. Für die ältere Generation wolle man ein ganzheitliches Angebot vorhalten, beschreibt Amtsleiterin Astrid Henriksen den Anspruch – auch in der Betreuung: „Ambulant geht vor stationär.“
Reichlich Aufbauarbeit zunächst für Jenny Bertram. Die studierte Sozialpädagogin arbeitete bislang im begleitenden Dienst eines Seniorenpflegeheims in Stade. Jetzt wird sie überwiegend die Bedürfnisse der mobilen Alten kennen lernen. Dafür wird sie als Ansprechpartnerin durch die Seniorentreffpunkte touren und das Freizeitverhalten der Besucher ergründen.
„Heute nutzen wesentlich mehr ältere Leute auch die Möglichkeiten in den Fitnessstudios“, weiß sie: „Wir müssen sehen, ob wir mit dem bisherigen Programm konkurrenzfähig sind“, lautet ihr Anspruch. „Ein auch im Alter lebens- und erlebenswertes Bremerhaven zu schaffen, ist gerade mit Blick auf den demografischen Wandel eine bedeutende Aufgabe für die Zukunft“, ahnt Astrid Henriksen. Dass dabei nicht alle Seniorentreffs über einen Kamm zu scheren sind, weiß Jenny Bertram bereits. „In Grünhöfe treffe ich viele Besucher mit Migrationshintergrund“, erzählt sie von ihren ersten Erfahrungen. Das müsse man im Angebot ebenfalls berücksichtigen.
„Ich bin froh, dass die Stelle nach jahrelangen Auseinandersetzungen wieder besetzt werden konnte“, sagt Sozialdezernent Melf Grantz (SPD). „Die Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat werden wir vertiefen.“

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