
Organisator Heino Tietjen gefallen diese Superlative eigentlich gar nicht, „wir wollen nur eine tolle Veranstaltung organisieren“, sagt er. Das ist die Sail seit inzwischen 24 Jahren. „Uns schlägt in der gesamten Stadt eine enorme Begeisterung entgegen“, hat auch Artur Beneken festgestellt, der erstmals das Organisationskomitee leitet. 500 freiwillige Helfer betreuen das Windjammer-Festival – vom Technischen Hilfswerk über die Marine bis zu Privatpersonen, die aus Freude an der Veranstaltung angeboten haben, die Segler zu betreuen.
3500 Crewmitglieder aus 16 Nationen werden am 25. August in der Stadt erwartet, und jeder von ihnen erhält zur Erinnerung ein T-Shirt mit dem Aufdruck: Ich war dabei. Die ersten 200 Hemden übergibt Beneken in den nächsten Tagen schon einmal dem Kommandanten der „Gorch Fock“. Die Bark ist Flaggschiff der Sail und wird auch die kleine Einlauf-Parade anführen, die erstmals zum Beginn des Festivals am Mittwoch, 25. August, stattfindet. „Wir erhoffen uns von der Parade einen größeren Besucheransturm schon am ersten Tag“, sagt Tourismus-Chef Volker Kölling. Insgesamt rechnet er mit einer Million Besucher zwischen Mittwoch und Sonntag.
Die Veranstalter versprechen sich mehr von den Hafentagen, denn die seien in Bremerhaven einzigartig. In keiner anderen Hafenstadt kämen die Besucher so nah an die Schiffe heran, meint Kölling. Für Bremerhaven sei die Sail ein echtes wirtschaftliches Ereignis, betont Beneken. Im Durchschnitt gibt jeder Besucher hier 25 Euro aus – vielleicht haben sich deshalb für die rund 220 Buden und Stände an Land mehr als 500 Schausteller beworben.
Finanziell ist die Sail abgesichert, denn das Land Bremen hat schon im vergangenen Jahr einen Zuschuss in Höhe von 1,08 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Zu den endgültigen Kosten des Festivals mochten sich die Organisatoren gestern nicht äußern, weil noch mit Sponsoren verhandelt werde und der Wirtschaftsplan für die Sail noch nicht verabschiedet sei. Als Bremen den Zuschuss genehmigte, ging man von Gesamtkosten über 1,9 Millionen Euro und Einnahmen von 830 000 Euro aus.

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