
Sechs herausragende Brücken waren in der engeren Auswahl für den Deutschen Brückenbaupreis 2010. Vergeben wurde er bereits zum dritten Mal von der Bundesingenieurskammer und dem Verband Beratender Ingenieure.
Von 27 vorgeschlagenen Bauwerken gehört nach Meinung der Jury, die aus anerkannten Brückenbauexperten besteht, die Havenbrücke zu den landesweit schönsten neuen Brücken. Nominiert waren außerdem Bauwerke in Stralsund, Wurzen, Mühlberg, Eichstätt und Sassnitz.
In der Kategorie „Fuß- und Radwegbrücken“ konkurrierten mit der Havenbrücke die Altmühlbrücke Eichstätt in Bayern und die Stadthafenbrücke Sassnitz auf Rügen. Die Jury befand: „Die neue Brücke verbindet nicht nur die Stadt Bremerhaven mit den Sehenswürdigkeiten am Alten Hafen, die gläserne Stahl- und Glasröhre entpuppt sich zugleich als begeh- und drehbare Skulptur.“ Besonders gelungen sei die stimmige Verknüpfung von Maschinentechnik und Baukonstruktion. „Die Kriterien, nach denen die Siegerbrücke ausgewählt wurde, sind vielfältig“, sagte Volker Zappe. Neben ästhetischen Aspekten zählten Konstruktion, Innovation und Funktionalität. Eine Besonderheit der Bremerhavener Brücke sei die gelungene Integration der Funktionen Wegeführung, Witterungsschutz und Beweglichkeit.
Die durchdachte Konstruktion und Zugänglichkeit durch integrierte Inspektionswege minimiere zudem den Unterhaltungsaufwand, lobte die Jury in Dresden. Die Auszeichnung ging letztlich nach Sassnitz und Mühlberg. (jla)

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