
3,8 Millionen Euro möchte die Deutsche Stiftung Sail Training (DSST) für den nach der „Gorch Fock“ bekanntesten deutschen Windjammer haben. Ein Hamburger Schiffsmakler bietet die Bark seit mehr als einem Jahr weltweit an. „Es gibt viele Interessenten“, sagt DSST-Vorstand Albert Bote, „aber keinen Käufer.“ Bemühungen, das Schiff in einem norddeutschen Hafen zu erhalten, seien häufig am Finanzierungsproblem gescheitert. Weil die Stiftung keine Not habe, den Windjammer zu verkaufen, werde die „Alex“ vorerst in Bremerhaven bleiben, sagt Bote. „Die Finanzierung des Neubaus steht auch ohne einen Verkauf.“ Dennoch bleibe es das Ziel der DSST, sich von der alten „Alex“ zu trennen. „Wir wollen und können keine zwei Schiffe betreiben“, sagt der Vorstand.
Das Schiff werde nach seiner Außerdienststellung im Oktober wahrscheinlich im Neuen Hafen liegen können und hin und wieder noch zu kleineren Reisen auslaufen, sagt Bote. Die Sicherheitszertifikate seien bis 2013 gültig, so lange könne die Bark segeln.
Am 9. Oktober läuft die „Alexander von Humboldt“ zu einem letzten Tagestörn aus, aber auch die sieben kleinen Reisen davor auf der Außenweser und nach Wilhelmshaven sind allesamt ausgebucht. „Wir erleben noch einmal einen Ansturm auf das Schiff“, sagt Bote, obwohl es bei der „Alexander von Humboldt II“ nicht anders aussehe. Die erste Tagesreise beginnt am 20. Oktober, eine Woche später verabschiedet sich der Neubau Richtung Kanaren und Kapverdische Inseln, wo er überwintert.
Nach der Taufe der Nachfolgerin „Alexander von Humboldt II“ am kommenden Sonnabend – erwartet werden dazu 800 geladene Gäste – stehen zunächst eine ganze Reihe von Ausbildungstörns für die Stammbesatzung der Bark an. Etwa 1000 Freiwillige aus allen Teilen Deutschlands gehören dazu, bei jeder Fahrt können 79 an Bord.
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