Der Zubringer Geestemünde ist schon vor Jahrzehnten als Planungsziel formuliert worden. Seitdem, so Gert Strebe von den Grünen, sei die Zeit darüber hinweg gegangen. Der Verkehr zur Innenstadt und zu den Havenwelten könne problemlos über den Zubringer Mitte und die Lloydstraße abgewickelt werden. Der Fischereihafen sei über die Anschlussstelle Nesse und den Zubringer Wulsdorf „hervorragend angeschlossen“. Durch den Abschied vom Geestemünde-Zubringer, so Strebe, böte sich nun die Möglichkeit, neue Wohngebiete zwischen Immen- und Marschbrookweg zu erschließen.
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Sönke Allers wies darauf hin, dass die auf über 30 Millionen Euro geschätzten Kosten „in den nächsten 30 Jahren ohnehin nicht aufzubringen wären“. Was Bödeker als Argument nicht gelten lassen wollte: „Da gibt es auch andere Sachen, an denen wir festhalten, obwohl sie auf absehbare Zeit nicht finanzierbar wären. Solche Entscheidungen könnten allein auf der Grundlage eines stadtweiten Verkehrskonzeptes getroffen werden: „Aber das liegt ja immer noch nicht vor.“ Bödeker warnte davor, sich mit der Streichung aller Möglichkeiten zu berauben, die Schiffdorfer Chaussee und die Straße An der Mühle zu entlasten.
Aus Sicht von Allers agiere er damit nach dem St.-Florian-Prinzip. Der Zubringer verliefe ja nicht im Nirgendwo und würde andere Bewohner Geestemündes mit zusätzlichem Verkehr belasten. Direkt an der geplanten Trasse liegen unter anderem die Immanuel-Kant-Schule, das Kreisgymnasium Wesermünde und in der Nähe auch die Humboldtschule. Auch Malte Grotheer von der Wählergemeinschaft BIW sprach sich für eine Streichung aus. Bödeker argumentiere auf dem Stand von 1998 und nehme nicht zur Kenntnis, dass sich Bremerhaven verkehrstechnisch weiterentwickelt habe.
Ließen sie aber nicht und legten den Zubringer mit zehn zu drei Stimmen zu den Akten.

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