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Das A-Team auf dem Sprung

Bremerhaven.Sie sind anders, sehr jung und kontrovers: Die Jazz- und Modern-Dance-Formation „Art Of Jazz“ hat es sich nicht gerade leicht gemacht, um unter den Top Ten in Deutschland zu bestehen. Dennoch hat sich das A-Team von TSG Bremerhaven und Tanz-Etage nach seinem Aufstieg in die 1. Bundesliga vor drei Jahren auf Anhieb in der Spitzengruppe etabliert.

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Am 17. Oktober stehen ihre Tänzerinnen im Mittelpunkt: Das A-Team von Maggie Hall-Donsbach tanzt um die Deutsche Meisterschaft. Foto Carstensen

Auch wenn Wertungsrichter und Funktionäre mitunter Probleme mit der künstlerisch konsequenten Umsetzung eines Themas hatten, erntete die Mannschaft bei Publikum und Fachleuten große Sympathien. Am 17. Oktober bekommen „Art Of Jazz“ zum ersten Mal die Gelegenheit, bei einer Deutschen Meisterschaft vor heimischem Publikum anzutreten. Und das darf zu Recht gespannt sein, denn das Team wird bei der DM zum ersten Mal eine neue Choreographie präsentieren. In der Bundesliga war die in der vergangenen Saison neu formierte Mannschaft erst am letzten Turniertag noch vom dritten auf den vierten Platz verdrängt worden. Doch das war immer noch mehr, als man erwarten konnte. Die Formation befindet sich im Umbruch.

Neuformierte Mannschaft

Einige Tänzerinnen sind aus beruflichen Gründen ausgeschieden. Deswegen musste Trainerin Maggie Hall-Donsbach versuchen, aus Erfahrung und Talent eine neue Mannschaft zu formen. Dass sich die erst 15 bis 17 Jahre alten Nachwuchstänzerinnen so nahtlos in die Formation einfügten, ist aus Sicht der englischen Tanzpädagogin noch höher zu bewerten als die gute Platzierung: „Die erfahreneren Tänzerinnen haben die jungen an die Hand genommen und ihnen dabei geholfen, in die neue Rolle hineinzuwachsen. Das spricht für unseren Teamgeist.“

Wie selbstbewusst der Nachwuchs Verantwortung übernimmt, hatte sich bereits bei der Weltmeisterschaft in Oslo gezeigt. International konkurrenzfähig? Diese Frage hat die Formation dort eindrucksvoll beantwortet. Obwohl das Team als Dritte der DM noch kurzfristig nachnominiert worden war, konnte es sich auf Anhieb in der Weltspitze behaupten: Ein vierter und ein sechster Platz – nicht schlecht für einen Newcomer.

Und jetzt? Über die neue Choreographie von Christina Rylewicz ist bisher kaum etwas durchgesickert. Nur so viel: Die Musik stammt aus dem Quentin-Tarantino-Film „Pulp Fiction“, und das Publikum darf sich schon jetzt darauf freuen, wie die noch einmal verjüngte Mannschaft damit umgeht. Eins jedenfalls ist jetzt schon klar: Langweilig wird das nicht.(rgr)

Deutsche Meisterschaft

Wann: Sonnabend, 17. Oktober, 17 Uhr.

Wo: Stadthalle Bremerhaven

Eintritt: 15/25 Euro.

Artikel vom 07.10.09 - 10:00 Uhr
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