Anfang 2000: Die Idee des Klimahauses 8° Ost wird geboren. Dr. Carlo Petri kommt auf die Idee an einem verregneten Tag in Bremerhaven, als er die Brachfläche sieht und sich dabei die Frage stellt, warum das Wetter so ist wie es ist:
2000: Der geplante Ocean Park, der die alten Hafengebiete beleben sollte, wird nicht umgesetzt; der Investor zieht sich zurück.
Oktober 2000: Der Magistrat sucht neue Ideen für das Gelände. Petri & Tiemann sollen sich Gedanken über eine neue Ankerattraktion zu machen. Eine denkbare Möglichkeit wäre ein Großaquarium.
Dezember 2000: Aus der Idee Klima wird das Klimahaus geboren. Die erste Skizze wird vorgelegt.
März - Juni 2001: Neben der Konzeptstudie wird eine Machbarkeitsstudie von Petri & Tiemann in Zusammenarbeit mit Kunstraum GfK aus Hamburg entwickelt. Gleichzeitig wird ein Mitbewerbskonzept erarbeitet.
Mitte 2001 - Ende 2002: Die Politik setzt sich mit der Entscheidung auseinander. Petri & Tiemann setzten sich gegen einen internationalen Konkurrenten durch. Geplante Fertigstellung soll im April 2005 sein, rechtzeitig zur Sail.
Februar 2003: Die Planung der Ausstellung und Innengestaltung beginnt. Ein Filmteam reist fünf Monate zur Erkundung des achten Längengrads; die Stationen sollen später im Klimahaus zu sehen sein.
Juni 2004: Der Betreibervertrag für das Klimahaus wird unterzeichnet.
September 2004: Der Eröffnungstermin wird auf 2007 verschoben.
April 2005: Der erste Spatenstich für die Tiefgarage erfolgt; die Bauarbeiten beginnen. 70 Millionen Euro soll das Projekt insgesamt kosten.
Juli 2005: Der Eröffnungstermin verschiebt sich auf Anfang 2008.
Januar 2006: Die Straße, die künftig zum Klimahaus führen soll, wird „Am Längengrad 8“ heißen. Eine gläserne Brücke (Kosten: Sieben Millionen Euro) soll das Klimahaus und Mediterraneo mit dem Columbus Center verbinden.
August 2006: Der Grundstein wird für Klimahaus, Mediterraneo und Atlantic Hotel Sail City gelegt. In der Kartusche für das Klimahaus stecken eine Schweizer Wanderkarte, sardische Korkeiche, Wüstensand aus dem Niger, Tropenholz aus Kamerun, eine Pinguinfeder, eine Kokosnuss aus Samoa, Walrossknochen aus Alaska und eine Muschel von Langeneß – Andenken von jeder Station der Klimahaus-Reise.
September 2006: Der Fortschritt kann via Webcam im Internet betrachtet werden.
Februar 2007: Baubeginn des Mediterraneo und des Klimahauses.
März 2007: Die NZ berichtet über eine Konkurrenzklage eines Bewerbers beim Stahlbau.
April 2007: Die Stahlbauarbeiten müssen neu ausgeschrieben werden, urteilt das Oberlandesgericht in Bremen. Der Rechtsstreit dauert vier Monate. Die Eröffnung ist für März 2008 geplant.
August 2007: Die Bundesstiftung Umwelt unterstützt das Projekt mit 79 000 Euro. Die Arbeiten verzögern sich; das Klimahaus soll nun erst im Sommer 2008 öffnen.
Oktober 2007: Das Klimahaus wird etwa sieben Millionen Euro teurer als geplant. Der Stahlpreis und die verschobene Eröffnung lassen die Kosten steigen.
Dezember 2007: Das Stahlkorsett lässt langsam erahnen, wie das Klimahaus einmal aussehen wird.
Februar 2008: Es fehlt an Stahl. Am 1. März als Öffnungstermin wird festgehalten.
Juni 2008: 420000 Liter Wasser hat die Feuerwehr im Klimahaus in die Aquarien gefüllt. Mit diesem Testlauf wird überprüft, ob das bis zu 20 Zentimeter dicke Acrylglas auch hält.
Statt Glasdach gibt es nun ein Wellblechdach. Die Kosten werden der Stadt zu hoch; zweiter Aspekt st, dass Glas für die Statik nicht geeignet ist.
Juli 2008: Die Kosten steigen von 70 auf 90 Millionen Euro. Die ersten Scheiben kommen auf die Konstruktion. 4000 müssen eingebaut werden. 1900 Leuchtioden sollen das Bauwerk wie einen Sternenhimmel erstrahlen lassen.
November 2008: Die Eröffnung wird erneut nach hinten verschoben, dieses Mal auf Juni.
Februar 2009: Die ersten Fische beziehen ihre Aquarien.
Juni 2009: Das Klimahaus wird eröffnet
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