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„Arbeitsplätze sind sicher“

Bremerhaven. Die Unternehmensgruppe der Immac Holding AG aus Rendsburg sowie eine Kooperation der Hamburger Antaris health care group und der Azurit-Gruppe aus Rheinland-Pfalz werden die drei insolventen Hansa-Heime in der Seestadt zum 1. November übernehmen. Was wird sich damit für das Pflegezentrum und Seniorenheim am Bürgerpark sowie das Marie-von-Seggern-Heim ändern? Darüber sprach mit Immac-Finanzvorstand Jan Lucht und dem Geschäftsführer aller neuen Hansa-Firmen, Steffen Krakhardt, Redakteurin Denise von der Ahé.

Werden die Hansa-Heime ihre Namen behalten?

Lucht: Immac erwirbt über eine Objektgesellschaft lediglich die Immobilien, stellt Investitionsbudgets zur Verfügung und verpachtet die Immobilien langfristig an den Betreiber. Dieser bleibt die Hansa. Der Sitz der neuen Betreibergesellschaften ist weiterhin die Zentrale in Oldenburg. Am Außenauftritt der Gesellschaften wird sich nichts ändern. Die neu gegründete Trägergesellschaft „Hansa Seniorenzentren Bremerhaven GmbH“ wird die drei Einrichtungen in der Seestadt betreiben. Steffen Krakhardt übernimmt die Geschäftsführung dieser Trägergesellschaft.

Wie viel werden Sie in die drei Heime investieren?

Lucht: Geplant sind fast vier Millionen Euro. Mit 3,5 Millionen Euro werden wir den Löwenanteil für eine Generalsanierung des Marie-von-Seggern-Heims nutzen. Dort gibt es erhebliche Investitionsrückstände. Langfristig hätte das Haus mit der jetzigen baulichen Qualität nicht gehalten werden können. Vom Abriss bis zum Neubau haben wir alles diskutiert und sind zum jetzt optimalen Ergebnis gekommen. Alle Nasszellen, Bäder und Gemeinschaftsräume werden nach den planerischen Vorgaben der neuen Hansa-Führung saniert. Das bringt eine deutliche Qualitätsverbesserung für die Bewohner und eine langfristige Sicherung des Standortes.

Krakhardt: Das Seniorenheim am Bürgerpark soll dann in einem zweiten Schritt saniert werden. Die finanziellen Mittel dafür sind bereits sichergestellt.

23 Mitarbeitern ist während des Insolvenzverfahrens in einem Interessensausgleich gekündigt worden. Müssen weitere Beschäftigte um ihre Jobs bangen?

Krakhardt: Nein, alle Arbeitsplätze in Bremerhaven sind gesichert. Kein Mitarbeiter muss sich Sorgen um seinen Job machen.

Müssen die Mitarbeiter auf Gehalt verzichten?

Lucht: Nur soweit das schon mit den Beschäftigten vereinbart wurde. Ende des vergangenen Jahres hatte die weit überwiegende Zahl aller Hansa-Mitarbeiter erklärt, künftig auf das Weihnachtsgeld zu verzichten. Dieses war schon vor der Hansa-Insolvenz seit Jahren wirtschaftlich nicht mehr gesichert.

Die Hansa-Heime standen in der Vergangenheit wegen mangelnder Pflegequalität in der Kritik. Wie wollen Sie das Image verbessern?

Krakhardt: Wir werden das Qualitätsmanagement verbessern und ein strengeres Controlling einführen. Auch mit Hilfe der ein oder anderen Veränderung in den Abläufen werden wir dafür Sorge tragen, dass die Qualität in allen Einrichtungen gut bis sehr gut ist.

Welche neuen Ideen bringen Sie mit?

Krakhardt: Im Marie-von-Seggern-Heim wird es ein Spezialangebot im Bereich Demenz geben. Mehr möchte ich derzeit noch nicht verraten. Wir wollen die neuen Konzepte erst gemeinsam mit den Mitarbeitern entwickeln.

Hansa-Pflegeheime

Der neue Hansa-Konzern betreibt in Bremerhaven das Pflegezentrum (162 Pflegeplätze) sowie das angeschlossene Seniorenheim am Bürgerpark (32 Plätze). Auch das Marie-von-Seggern-Heim gehört dazu. Dort gibt es aktuell 118 Bewohnerplätze, nach der Sanierung sollen es voraussichtlich noch rund 90 sein.

Artikel vom 23.08.11 - 12:00 Uhr
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