
Zum ersten Mal hat der Magistrat die neuen Bürger Bremerhavens hier am Neuen Hafen willkommen geheißen – und nicht im Historischen Museum. Statt verbaler Präsentationen und eines Films über die Stärken der Hafenstadt haben die rund 70 Zuzügler – von mehr als 5000 –, die sich zum traditionellen Empfang bei der Stadt angemeldet hatten, die Attraktionen ihrer neuen Heimat am Mittwochabend gleich hautnah und live erlebt: Nach Sekt und herzlicher Begrüßung durch Oberbürgermeister Melf Grantz und Stadtverordnetenvorsteher Artur Beneken kaperte BIS-Chef-Touristiker Jochem Schöttler die „Neuen“ und entführte die Schar an Bord des Doppeldecker-Hafenbusses in die illuminierte, faszinierende Welt der Überseehäfen bei Nacht.
Deren existenzielle Bedeutung für die Stadt hatte Beneken zuvor schon umrissen. „Die Überseehäfen sind Ausdruck unserer besonderen Geschichte.“ Für Nicht-Einheimische sind die unterschiedlichen Hoheitsverhältnisse im Norden, Süden und in der Mitte der Stadt zunächst verwirrend, „Sie werden sich bald hier zurechtfinden“, tröstete der Stadtverordnetenvorsteher manch skeptisch Blickenden. Und betonte, dass sich Bremerhaven trotz schwerer Zeiten „nicht weggeduckt“, sondern mit den touristischen alten und neuen Attraktionen der Havenwelten, mit Wissenschaft und Technologie-Standorten und vor allem mit der Offshore-Windenergie-Wirtschaft regelrecht neu erfunden hat. „Auf keinem anderen Gebiet wurden so viele neue Arbeitsplätze geschaffen wie in der Windkraft.“
Auf Anhieb einen neuen Job gefunden hat auch Lutz Bergmann. „Als Schweißer im Schiffbau“, erzählt der 47-Jährige, der sich kürzlich entschieden hatte, zu seiner „neuen Familie“ nach Bremerhaven zu ziehen – wenn auch nur von Syke auf der anderen Weserseite aus. Einen weiteren Umzugsweg hat Sandra Raab mit ihrem Lebensgefährten hinter sich: „Ich bin gerade aus Sachsen-Anhalt hergekommen“, sagt die 31-Jährige, „und wir haben in Bremerhaven bisher nur Positives erlebt, die Menschen haben uns so herzlich aufgenommen.“
Weil Bremerhaven eben tickt, wie es tickt, hat es Marlis Sellmann (72) hergezogen: „Ich habe Jahrzehnte in Hamburg gelebt. Aber ich wollte zurück in die Stadt, in der ich geboren bin.“
Die große Familienserie der NORDSEE-ZEITUNG widmet sich seit dem 2. März 2012 dem Thema „Familienfreundlichkeit“ im Landkreis Cuxhaven. Für jeden Ort und jede Gemeinde erscheinen zur Veröffentlichung aktuelle Luftbilder. Diese Luftbilder können Sie nun auf hochwertigem Fotopapier in unseren Kunden-Centern bestellen. Hier erfahren Sie mehr.

Individuelle Nachrichtenauswahl - immer aktuell
Wir unterstützen Sie dabei gezielt diejenigen Nachrichten, die für Ihren Internetauftritt interessant sind, ohne viel Aufwand zu integrieren. Dafür haben wir ein Modul entwickelt, das Sie ganz leicht mit wenigen Klicks selbst an Ihre Anforderungen anpassen können.