
Auftraggeber für 40 dieser Tripods ist die Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH. Auftragsvolumen: rund 125 Millionen Euro. Geschäftsführer Klaus Horstick und Projektdirektor Walter Baar zeigten sich gestern mehr als begeistert von der abgelieferten Arbeit. „Von der Planung bis zur letzten Schweißnaht eine handwerkliche Meisterleistung“, lobte Baar. „Und es ist nicht nur ein ‚Leuchtturm-Projekt‘ für uns, sondern mit Sicherheit auch ein Vorzeigeprojekt für Weserwind und für die Region.“
Sichtlich zufrieden mit der Arbeit seiner insgesamt 400 Mitarbeiter und dem ersten „Rollout“ war Weserwind-Geschäftsführer Dirk Kassen. „Künftig wird alle zehn Tage ein Tripod die Halle verlassen“, betonte er. Vor dem Tor werde dann auf den 31 Meter hohen Tripod noch ein 20 Meter langes und im Durchmesser sechs Meter großes Rohr auf die Stahlkonstruktion draufgesetzt. Zusätzliches Gewicht: 200 Tonnen. Erst danach ist das Dreibein fertig und kann verladen und abtransportiert werden.
Das Projekt sei schon eine Herausforderung, gestand Kassen, der sich besonders für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Land bedankte. „Ich glaube, es hat sich für alle gelohnt“, meinte der Geschäftsführer, bevor er gemeinsam mit Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) den Knopf zum Hochfahren des 30 mal 40 Meter großen Werkstores drückte.
„Das ist wirklich ein beeindruckendes Bild“, gestand Günthner beim Blick auf den herausrollenden Stahlkoloss. „Ich kann Weserwind für das jahrelange Durchhaltevermögen nur gratulieren.“ Für den Windkraft-Standort Bremerhaven sei das Projekt unheimlich wichtig. „Denn die Offshore-Windenergie ist eine wachsende Branche.“ Und die werde in Bremerhaven bestens bedient.
„Wenn man genau betrachtet, was hier alles entsteht und wächst, dann wird erst richtig deutlich, dass der Industriezweig Windkraft eine große Zukunft hat“, zeigte sich Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) von der Riesenhalle und dem Tripod beeindruckt. „Und für Bremerhaven bringt sie auch noch Arbeit.“

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