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24 Millionen für Wohnungen


Bremerhaven. Mit einem Millionenprogramm will der rot-grüne Senat den Bau und die Modernisierung von preiswerten Wohnungen fördern. Fast 24 Millionen Euro will die Landesregierung dafür heute beschließen. Etwa ein Fünftel davon soll in diesem und im nächsten Jahr nach Bremerhaven fließen. Von Denise von der Ahé


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Dieses Haus in der Schleusenstraße /Ecke Gildemeisterstraße hat die Stäwog mit alten Fördermitteln des Senats saniert. Foto ls

Den gleichen Anteil soll Bremen-Nord bekommen, der Rest geht nach Bremen-Stadt. Der Fördertopf soll günstige Darlehen für Baufirmen ermöglichen – damit es für die Investoren attraktiver wird, Wohnungen für Menschen mit wenig Geld zu bauen oder zu sanieren.

„Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum in den beiden Städten Bremen und Bremerhaven ist exorbitant“, sagt der baupolitische Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Jürgen Pohlmann. Dies betreffe insbesondere Hartz-IV-Empfänger, Alleinerziehende sowie ältere Menschen. Auch Berufsanfänger werden in der Senatsvorlage als Zielgruppe genannt.

Bundesweit erlebe der soziale Wohnungsbau derzeit eine Renaissance, sagt Pohlmann. Das Millionenprogramm sei wichtig, um der sozialen Spaltung der Gesellschaft in den Stadtteilen entgegenzuwirken. Empfänger von staatlichen Leistungen dürften nicht „ghettoisiert“ werden. Wenn Politik und Wohnungsbaugesellschaften sich jetzt nicht um mehr bezahlbaren Wohnraum kümmerten, könne dies zu einem „richtigen Problem“ werden.

In Bremerhaven seien Neubauten nur dann erforderlich, wenn Baulücken gefüllt werden müssten – zum Beispiel nach dem Abriss einer Schrottimmobilie, sagt Baudezernent Volker Holm (CDU). Ansonsten mangele es an Wohnungen grundsätzlich nicht. „Es gibt 5000 Leerstände“, sagt der Baudezernent. Wichtig sei jedoch, vorhandene Wohnungen zu modernisieren – damit sie zum Beispiel für die zunehmende Zahl an älteren Menschen barrierefrei umgebaut würden. Der Modernisierungsbedarf sei hoch.

Die Wohnungsbaugesellschaften begrüßten das Millionenprogramm der Landesregierung. Gewoba-Sprecherin Karin Liedtke betonte, dass in ganz Deutschland in den vergangenen Jahren zu wenig Mietwohnungen gebaut worden seien.

„Wir haben viele Modernisierungen in den vergangenen Jahren nur hinbekommen, weil wir Fördermittel bekommen haben“, sagt Stäwog-Chef Christian Bruns. Gleiches gelte für Neubauten. „Wer bei den heutigen Baupreisen bezahlbaren Wohnraum anbieten will, kriegt das ohne Förderung nicht hin“, sagt Bruns. Mit dem neuen Programm sehe er in Bremerhaven die Chance, Baulücken nach dem Abriss von Schrottimmobilien zu schließen.

Artikel vom 28.08.12 - 16:00 Uhr
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