Kapstadt. Wann kommt bloß die Weihnachtsstimmung in mir auf?
Wir haben jetzt schon Mitte Dezember, aber an Weihnachten ist noch nicht wirklich zu denken. Es sind zwar auf dem Weg zur Arbeit englische Weihnachtslieder aus den Geschäften zu hören und viele Läden sind mit Weihnachtskugeln in allen Farben und künstlichen Tannenbäumen ausgestattet, aber die dreißig Grad, die immer mal wieder herrschen, lassen keine Weihnachtsstimmung, wie man sie in Deutschland hat, zu. Auch der kleine Adventskalender von meiner Tante verbessert die Situation nicht wirklich, aber es ist trotzdem schön jeden Tag ein Türchen öffnen zu können.
Ich persönlich finde es aber nicht ganz so schlimm, dass es dieses Jahr so ist, wie es ist. Denn ich genieße die südafrikanische Wärme nach unserem schlechten Sommer und freue mich schon darauf, Weihnachten und Silvester am Strand feiern zu können. Und ich werde meine Familie nicht so stark vermissen, weil es für mich dieses Jahr ein ganz anderes Weihnachtsfest werden wird. Ich glaube, dass ich meine Familie vermissen würde, wenn alles so wäre wie Zuhause. Denn dann stellt man Vergleiche an und man erkennt dabei vielleicht, dass es Zuhause mit der Familie viel schöner ist. Bisher vermisse ich aber zum Glück noch kaum etwas. Ich bin mal gespannt, wann das erste Heimweh einsetzen wird.
Was wohl kein Jahr ausbleiben wird, ist der Stress mit den Weihnachtsgeschenken. Mir ist erst spät aufgefallen, dass man die Pakete mindestens vier Wochen vorher abschicken sollte, daher bin ich in der letzten Sekunde im Zentrum umher geirrt, um geeignete Kleinigkeiten für meine Liebsten zu finden. Aber was tut man nicht alles für seine Familie? Alles.
Vorletzte Woche Sonntag war abends ein großes Fest in der Stadt, denn die Weihnachtsbeleuchtung wurde zum ersten Mal angemacht und dies wurde ordentlich gefeiert. Eine große Bühne wurde aufgebaut, auf der Tänzer und Musiker ihr Bestes gaben, aber auch eine große Parade mit verschiedenen Künstlern war zu sehen. Insgesamt waren 80.000 Menschen gekommen und danach sah es auch wirklich aus. Die ganze Stadt war vollgestopft mit Menschen und da es an diesem Tag 36°C waren, kamen wir schnell ins Schwitzen.
Auch mit meinem Projekt wurde viel gefeiert. Am selben Tag sind wir nämlich, zur Belohnung für die tolle Show, mit vielen Kindern von Dance for All in ein Schwimmbad gefahren. Auch viele Lehrer mit ihren kleinen Kindern sind mitgekommen und ich war glücklicherweise auch eingeladen. Es war ein sehr schöner Tag, denn die Kinder hatten großen Spaß im Wasser, es gab ein Braai, das Wetter war super und es haben sich alle gut verstanden. Man könnte zu diesem Tag auch Familienausflug sagen.
Vor einer Woche gab es auch noch eine Staff Party, zu der jedoch keine Kinder eingeladen waren. Es wurde in einer Gaststätte mit unheimlich leckerem Essen gefeiert. Vom Madagaskar-Hähnchen, über Eisbein bis zu den Spareribs. Aber es wurde nicht nur gegessen, sondern auch ausgiebig getanzt. Während viele Leute nur in dem Restaurant saßen und gegessen haben, war das gesamte Dance for All Team auf einer kleinen freien „Tanzfläche“ am Feiern.
Die große Familienserie der NORDSEE-ZEITUNG widmet sich seit dem 2. März 2012 dem Thema „Familienfreundlichkeit“ im Landkreis Cuxhaven. Für jeden Ort und jede Gemeinde erscheinen zur Veröffentlichung aktuelle Luftbilder. Diese Luftbilder können Sie nun auf hochwertigem Fotopapier in unseren Kunden-Centern bestellen. Hier erfahren Sie mehr.

Individuelle Nachrichtenauswahl - immer aktuell
Wir unterstützen Sie dabei gezielt diejenigen Nachrichten, die für Ihren Internetauftritt interessant sind, ohne viel Aufwand zu integrieren. Dafür haben wir ein Modul entwickelt, das Sie ganz leicht mit wenigen Klicks selbst an Ihre Anforderungen anpassen können.