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Über vierzig Kinder in Khayelitsha

Khayelitsha. Viele Kinder bedeuten eine Menge Arbeit, aber gleichzeitig auch eine Menge Spaß.

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Da ich schon lange nicht mehr über mein Projekt Dance for All berichtet habe, schreibe ich in diesem Artikel, was am Anfang der Woche alles passiert ist. Am Montag bin ich mit Grant, einem Ballettlehrer von Dance for All, ins Township Khayelitsha gefahren. Da über Dance for All, voraussichtlich im August, ein Buch veröffentlich wird, war die Buchautorin und ein Photograph ebenfalls mit dabei. Nach den großen Sommerferien habe ich die Kinder im Township Nyanga nicht mehr unterrichtet, weil ich an einem Zwischenseminar teilgenommen habe und manchmal ehrlich gesagt zu faul war. Teilweise war es in Kapstadt über 40°C, sodass das Unterrichten nicht mehr soviel Spaß gemacht hätte und für die Townships muss man immer noch ein paar Grad zu rechnen.  Aber da ich nächste Woche Donnerstag für zwei bis drei Wochen nach Barrydale (ca. drei Stunden von Kapstadt entfernt) gehen werde, um zu unterrichten und die Kinder zu fahren, musste ich auf jeden Fall wieder anfangen. Als ich am Montag an der Yomelela School in Khayelitsha angekommen bin, war ich überrascht von den vielen Kindern. Ich glaube, Grant hat im Moment die meisten Kids, denn er sagte mir, dass er letztens innerhalb von zwei Stunden achtzig Kinder unterrichtet hat. An diesem Tag habe ich mir den Unterricht nur angeschaut und die Übungen mitgemacht. Viele Kinder wollten immer neben mir stehen oder auf dem Boden neben mir sitzen und haben sich deswegen häufig um den Platz gestritten. Es ist echt goldig, wenn die Kinder einen mit großen Augen angucken und alles beobachten, was man macht. Vor allem wenn sie einen kleinen Bauch haben, lächeln und unerlaubterweise Kaugummi kauen. Am Dienstag war dann mein großer Tag, denn ich durfte die große Bande zum ersten Mal unterrichten. Als ich vor den Kindern stand dachte ich erst, dass es sicher schwierig werden wird. Aber da Grant und ein anderer Lehrer (Africa), der Xhosa beherrscht, da waren, war alles gar nicht so schlimm. Im Gegenteil, es hat sogar richtig Spaß gemacht. Immer wenn ich den Kindern etwas auf English erklärt habe, hat Africa fast gleichzeitig in Xhosa übersetzt. Was mir auch gefallen hat war, dass Grant mich einfach machen lassen hat. Ich habe den Kindern meine Übungen beigebracht und sie unterrichtet und Grant ist durch die Menge gegangen und hat die Kinder verbessert. Und die anfänglichen Zweifel, nicht mit über vierzig Kindern fertigzuwerden, bestätigten sich nicht. Im Nachhinein ist das Gefühl sogar besser, ganz vielen Kindern eine Beschäftigung gegeben zu haben, als nur ein paar. Ich habe von jetzt immer die Kleinen im Alter von vier bis acht und Grant die Älteren im Alter von acht bis dreizehn.

Nach dem Unterricht haben wir noch die Namen der Neulinge aufgeschrieben und Veet-Bix ausgeteilt. Veet-Bix ist Müsli und bekommen wir monatlich in großen Mengen gesponsert. Die Kinder stehen dann immer alle ganz aufgeregt in einer Reihe und warten auf ihr „Frühstück”. Die Kleinen benehmen sich wie die Liebsten, wenn es um Essen geht und bedanken sich teilweise mit einem kleinen Knicks. 

 

Unser Internet hat gestern Abend nicht funktioniert, sodass ich den Artikel nicht hochladen konnte.  

 

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Artikel vom 10.02.12 - 08:39 Uhr
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