Observatory. Afrika, wie es im Buche steht – Ich habe es gesehen.
Mosambik hat mir abgesehen von der Geschichte, die ich zuvor schon beschrieben habe, sehr gut gefallen. Auf dem Weg von Swasiland nach Maputo (Hauptstadt) konnten wir schon viele Eindrücke des Landes sammeln. Mosambik ist ein sehr armes Land, wie wir feststellen durften.
Wenn man mit dem Auto auf den Straßen fährt, sieht man die meiste Zeit nur Kokosnussbäume, Sträucher und kleine Hütten, die verstreut zwischen den Bäumen zu sehen sind. Keine hellhäutigen Menschen weit und breit. Für mich war es total schön Afrika so zu sehen, wie ich es mir immer vorgestellt habe.
Überall am Rand der Straßen standen viele Frauen mit schweren Eimern auf den Köpfen, die mit Wasserflaschen, Früchten und anderen Leckereien gefüllt waren. Was mich erschrocken hat waren die vielen Kinder, die ebenfalls am Wegesrand standen und verkauften. Ich war etwas verunsichert, was ich davon halten soll. Einerseits verdienen die Eltern nicht genug, sodass die Kleinen auch mit anpacken müssen, um überleben zu können, aber andererseits sind es noch Kinder, die nicht arbeiten sondern spielen sollten. Auch in Tofo, wo wir nach Maputo hingereist sind, waren viele Kinder, die kleine Ketten verkauften und das den ganzen Tag bei weit über 30°C.
Tofo bot uns einen fabelhaften Strand und eine tolle Unterkunft, von der man einen Blick auf das Meer hatte. Hier wehte auch endlich eine frische Brise, sodass ich, nach einer schlaflosen und schwülen Nacht in Maputo, endlich wieder schlafen konnte. Allerdings waren die Wellen in Tofo so gewaltig, dass man immer umgefallen ist, auch wenn man nur mit den Knien im Wasser stand. Daher hat das Baden nicht wirklich Spaß gemacht. In Vilanculos konnte man hingegen super baden, denn dort war das Wasser ganz ruhig. Und es war faszinierend zu sehen, wie Flöße mit Fischern auf dem Meer umhertreiben oder wie kleine Fischerboote aufgrund der Gezeiten auf dem Sand lagen.
Ich habe mich nach meiner Reise tierisch auf die kälteren Temperaturen in Kapstadt gefreut und vor allem auf den starken Wind. Doch kaum angekommen wurde ich natürlich enttäuscht, denn auch hier herrschten Temperaturen über dreißig Grad.
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