
Liana und Lisbeth sind echte Bremerinnen. Sie kommen vom „Zeegenhoff“ im Werderland (Niederbüren, Bremen-Nord). Anke Rosenhagen und Jörg Tannert züchten dort seit 2005 Thüringer Waldziegen. „Wir wollen dazu beitragen, diese alte Haustierrasse zu erhalten“, sagen sie. Aus der Ziegenmilch machen sie nach alter Handwerkstradition – ohne Maschineneinsatz – Hart-, Weich- und Frischkäse. Eben diese Produkte präsentieren sie nun auf der „Slow Fish“.
Die „Caravan“ – als einzige in dem Trio keine Bremer Produktion, sondern organisiert von Fachausstellungen Heckmann in Hannover – bringt auf 15 000 Quadratmetern 70 Aussteller zusammen. Reisemobile, Campingartikel, Wohnwagen – alles dabei.
270 Aussteller, 20 mehr als vergangenes Jahr, kommen zur „Reiselust“. Messe-Chef Hans Peter Schneider freut sich, dass sie erneut gewachsen ist. Neben Südtirol und Österreich sind deutsche Reiseziele in Halle 5 zu finden. In Halle 4 geht es um Europa- und Fernreisen. Schwerpunkt in diesem Jahr: Afrika – mit Trommelmusik und Speisen aus Togo. Zu den Anbietern zählt das Bremer Unternehmen „Sawubona Afrika“, das sich auf das südliche und östliche Afrika spezialisiert hat.
Und nach der Fernreise vielleicht ein Whisky aus dem Schwabenland? Doch, doch, sowas gibt’s. Jedenfalls auf der Messe „Slow Fish“, deren Name nach wie vor an den der Genuss-Gurus von „Slow Food“ angelehnt ist. Grauer Knurrhahn und Flunder – die Messe rücke „vergessene und verkannte Fische und Meeresfrüchte aus Nord- und Ostsee in den Mittelpunkt“, sagte Schneider. Zu den Attraktionen gehören die ersten deutschen Bio-Muscheln aus der Kieler Förde sowie Kaviar aus Bremerhaven. Über Fisch und Meerestiere hinaus präsentieren die 160 Aussteller weitere Lebensmittel, die eine Gemeinsamkeit haben. Sie müssen ohne künstliche Zusatzstoffe hergestellt werden, um den „Slow-Food“-Kriterien zu genügen.
„Liana“ und „Lisbeth“ interessierte das am Mittwoch nicht so sehr. Geduldig ließen sie sich fotografieren und sogar zu einem Schnoor-Bummel animieren. Zur Messe gehen sie nicht. Dort gibt es dann ja die Produkte aus der Milch ihrer Verwandten.
Wann: Freitag, 9., bis Sonntag, 11. November, an allen drei Tagen von 10 bis 18 Uhr.
Eintritt: Tageskarte für alle drei Messen: 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Kinder bis 12 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen frei.
