Beim Prozessauftakt im Februar sorgte dieser Fall in den Medien für Aufsehen. Denn nicht allzu häufig gelingt es der Polizei, Fälle von Menschenhandel und Zwangsprostitution aufzuklären und vor Gericht zu bringen.
Im Mai 2009 soll der 31-jährige Angeklagte aus Bulgarien eine Landsfrau unter dem Vorwand, dass er ihr in Deutschland Arbeit besorgen könne, nach Bremen gelockt haben.
Für sein Vorhaben hatte der Angeklagte eine Wohnung in der Neustadt angemietet, wo er die 29-Jährige laut Anklage acht Tage lang gefangen hielt.
Der Geschädigten zufolge, die als Nebenklägerin vor Gericht auftritt und bereits vor Gericht ausgesagt hat, ist es ihr schließlich gelungen, sich aus den Fängen ihres Peinigers zu befreien und an eine nah gelegene Tankstelle zu flüchten, wo die Polizei verständigt wurde.
Dass sich dieser Prozess so lange hinzieht, hängt auch damit zusammen, dass mehrere Zeugen jeweils in Bulgarien geladen und nach Deutschland per Flugzeug anreisen müssen.
Nach den bisherigen Planungen des Gerichts soll aber letztlich – acht Monate nach Prozessbeginn – am Mittwoch, 13. Oktober, das Urteil verkündet werden.

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