Es ist die zwölfte Auflage der „Fish international“. Und die Veranstalter bezeichnen die Messe hanseatisch bescheiden als „den Handelsplatz für Fisch und Seafood in Deutschland“. Mit 12 000 internationalen Fachbesuchern aus Fischgroß- und Einzelhandel, Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie sowie mit Importeuren, Exporteuren, Brokern und Fischverarbeitern rechnet Hans Peter Schneider, Geschäftsführer der Messe Bremen: „Hier werden weit über Landesgrenzen hinaus Geschäfte gemacht.“
Die „Fish international“ belegt 15 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche in den Messehallen 5 bis 7. Der Fischhandel präsentiert auf 600 Quadratmetern eine Sonderschau, in der innovative Thekenkonzepte und Produktneuheiten zu sehen sind. In einer „Food Quality and Safety Area“ dreht sich alles um Lebensmittelsicherheit und Qualitätsmanagement.
Eine „gläserne Produktionslinie“ bietet Technik zum Anfassen. Die „Robotik-Packline“ will Fischbranche und Automation zusammenführen. Sechs Vortragsreihen mit insgesamt 39 Referenten ergänzen den Ausstellungs- und Messebereich. So werden auf dem gemeinsam mit dem Bremerhavener Institut für Marine Ressourcen (IMARE) organisierten Forum „Aquakultur“ der Stand der Technik, Nachhaltigkeit und Zertifizierungsmöglichkeiten diskutiert.
Und natürlich werden Fisch und Meeresfrüchte als Delikatessen und in ihrer „beträchtlichen kulinarischen Bandbreite“ in den Mittelpunkt gerückt. Eingangs erwähnter Rotflossenwels beispielsweise – ein Fisch, der in den klaren Gebirgsflüssen Vietnams aufwächst und dadurch „einen reinen Süßwassergeschmack erhält“, wie der Bremer Fischhändler Peter Koch-Bodes betont.
Der Rotflossenwels konkurriert unter anderem mit weiteren asiatischen Arten (Pangasius, Tilapia), die in den vergangenen Jahren den Markt erobert haben, sowie den „Klassikern“, zu denen Rotbarsch, Seeteufel, Tintenfisch, Seelachs und Riesengarnelen zählen. Polnische Aussteller servieren Heringsröllchen in Zimt-Weintraubensauce.

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