Der SFB 580 dreht sich um „gesellschaftliche Entwicklungen nach dem Systemumbruch“. Politik, Unternehmen, Arbeitsmarkt – auf verschiedenen Feldern wird untersucht, wie es vor und nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik aussah. Mit vielen Grafiken präsentieren die Wissenschaftler ihre Ergebnisse auf den Tafeln der Ausstellung.
Sie kommen zu Schlüssen wie diesem: „Seit der Wiedervereinigung ist weitgehend ‚zusammengewachsen, was zusammengehört‘. Aber die beiden Teile Deutschlands werden weiterhin auch eigene Wege gehen.“ Interessanter sind Detailergebnisse, wie sie sich auf den Schautafeln finden. So wird der Beitritt der DDR zur Bundesrepublik als Einwanderungsprozess betrachtet – mit Einwanderern, die ihren Wohnort nicht wechselten. Mit dem Vokabular von Migrationsforschern werden diese Einwanderer beschrieben und in vier „Generationen“ aufgeteilt.
„Werden wir ein Volk?“ ist bis Freitag, 23. April, im Haus der Bürgerschaft zu sehen – montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr. (kuz)

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