
„Ich veredle Möbel mit Papier und lackiere sie anschließend“, sagt die Hamburgerin Karolin Leyendecker. „Man kann sie angucken, aber auch benutzen und so künstlerische Objekte in den Alltag einbeziehen.“
Stühle und Hocker, Regale und Schachteln, Vasen und Tabletts – die 44-Jährige beklebt Möbel und Objekte mit buntem Geschenkpapier oder auch mit Briefmarken. Ende 2008 gründete sie ihr Label „Möbel Verrückt“. Heute zeigt und verkauft sie ihre Unikate auf Ausstellungen und Kunsthandwerkermärkten, in Museen und im Internet. Jetzt kommt sie zur „Hanse-Life“. Eine Premiere. Leyendecker: „Das ist meine erste Messe.“
In Bremen zeigt sie ausschließlich Kindersachen – Leyendecker kommt zur Sonderschau „Baby und Kind“ in Halle 7. Die ist, wie „Hobby und Basteln“, am ersten „Hanse-Life“-Wochenende. Auch die „Seniora“ gibt es wieder – am 14. und 15. September. Die „Baby und Kind“ übrigens ist tüchtig gewachsen. „60 Aussteller sind es inzwischen“, sagt Kerstin Renken, Projektleiterin der Verbrauchermesse.
Die ganze „Hanse-Life“ in voller Größe und Schönheit vereint mehr als 700 Aussteller auf 40 000 Quadratmetern in allen sieben Hallen und unter freiem Himmel auf der Bürgerweide. Da findet sich sicher so manche Anregung. Wie kam eigentlich Karolin Leyendecker auf die Idee zu „Möbel Verrückt“? „Ich habe vor einigen Jahren Buchbindekurse besucht.“ Da wird höchst exakt mit Papier und Leim gearbeitet. Eines aber ärgerte die Hamburgerin – von dem schönen Papier blieben immer Reste. Sie begann, diese auf einen Stuhl zu kleben.

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