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Wege aus der Depression

Bremerhaven/Berlin. Eine Depression ist keine vorübergehende Verschlechterung der Gemütslage, sondern eine ernstzunehmende, schwere Krankheit. Noch immer gilt eine Depression als Zeichen der Schwäche und wird so lange wie möglich im Verborgenen gehalten. Weil sie zudem vielfältige Symptome haben kann, wird jede zweite Depression nicht als solche erkannt und deshalb auch nicht behandelt. Welche Schritte Kranke und Angehörige unternehmen können, erläutern am Donnerstag, 9. Februar, von 10 bis 15 Uhr fünf Psychiater und Psychologen am gebührenfreien Lesertelefon.

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Hilfe für die, deren Seele in Not ist: Unsere nächste Telefonaktion befasst sich mit der schweren Krankheit Depression. Foto pr

Traurig, niedergeschlagen, hoffnungslos, müde, emotional abgestumpft – ihre Gemütslage beschreiben Menschen mit einer Depression häufig ähnlich. Hinzu kommen Schlaf- und Appetitlosigkeit, Schuldgefühle und Konzentrationsstörungen. Dabei gibt es verschiedene erfolgversprechende Behandlungsmöglichkeiten: „Aus einer breiten Palette an Antidepressiva und psychotherapeutischen Verfahren können wir eine individuelle und wirksame Behandlung zusammenstellen“, erklärt Professor Ulrich Hegerl, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Leipzig.

Derweil macht die Bundesregierung mobil gegen das Burn-out-Syndrom, ein seelischer und körperlicher Erschöpfungszustand als Folge beruflicher Überlastung. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will sich bei ihrer Infokampagne auf kleine und mittlere Unternehmen konzentrieren: „70 Prozent aller Betriebe machen hier kaum etwas, sie stehen dem Problem häufig noch hilflos gegenüber.“ Ziel sei es, Symptome und Mechanismen hinter der Zunahme psychischer Erkrankungen besser zu erkennen, auch um den Zuwachs bei der Frühverrentung aus psychischen Gründen zu stoppen. Das Arbeitsschutzgesetz verpflichte nicht nur, den Körper vor Verbrennungen, Überlastungen oder Lärm zu schützen. Genauso müsse der Arbeitgeber für den Erhalt der psychischen Gesundheit sorgen. (rn/AFP)

Artikel vom 04.02.12 - 07:00 Uhr
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