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Kinderpornos: Seestadt gibt Hinweis

Bremerhaven/Berlin (vda). Die Staatsanwaltschaft Bremerhaven hat die Ermittlungen gegen den SPD-Bundestagsabgeordneten Jörg Tauss ins Rollen gebracht. „Es gab SMS-Kontakt zwischen einem 29-jährigen Bremerhavener und dem Abgeordneten“, sagte Frank Schmitt, Leiter der Staatsanwaltschaft der Seestadt, mit Blick auf den Kinderpornografie-Verdacht gegen Tauss. Daten mit kinderpornografischem Inhalt seien zwischen den beiden hin- und hergeschickt worden.

Wegen des Verdachts des Besitzes und Vertriebs von kinderpornografischen Bildern hatte die Staatsanwaltschaft bereits in der zweiten Jahreshälfte 2008 Ermittlungen gegen den Bremerhavener eingeleitet. Umfangreiche Datenträger wie Computer und Handys seien bei dem Beschuldigten sichergestellt worden. Bei den Vernehmungen des jungen Mannes habe es konkrete Hinweise auf die Abnehmer gegeben. „So konnten wir etwa 50 Personen namhaft machen“, sagte Schmitt. Darunter sei auch Tauss. Die Staatsanwaltschaft leitete diese Hinweise an die örtlichen Polizeidienststellen weiter.

Der Bremerhavener sitzt trotz des dringenden Tatverdachts nicht in Haft, da keine Wiederholungsgefahr bestehe, sagte Schmitt. Es gebe keine Hinweise, dass es sich um einen Verlag handelt, der kinderpornografische Inhalte vertreibt. Nun müsse abgewartet werden, bis alle Datenträger ausgewertet seien. „Sie sind sehr umfangreich“, sagte Schmitt.

Erste Hinweise darauf, dass der Bremerhavener kinderpornografische Daten vertreibe, bekam die Staatsanwaltschaft Mitte 2008. Es habe Anhaltspunkte gegeben, dass der junge Mann mit einer Person aus Potsdam entsprechende Daten ausgetauscht habe.

Artikel vom 06.03.09 - 10:00 Uhr
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