Der mit 4000 Vögeln auf 24 000 Quadratmetern größte Vogelpark der Welt hofft auf Aufschwung. Das Unternehmen stand kurz vor der Insolvenz, als der belgische Garten-Center-Investor Floralux es im Frühjahr 2009 kaufte. Nun gibt der renommierte Vogelschutzexperte Geer Scheres als Geschäftsführer mit 140 Mitarbeitern dem 1962 gegründeten Areal ein neues Gesicht. „Spielerisch können die Besucher die Bedeutung der Vögel für den Menschen und die des Menschen für die Vögel kennenlernen“, sagt er.
Außer neuer Beschilderung und Führungen gibt es nun zehn Ranger im Park. Sie locken den Besuchern die Tiere zum Berühren an den Gehegezaun – dafür werden u.a. extra vier junge Pinguine gezähmt – und erzählen, warum der Pelikan einen Beutel unter dem Schnabel hat. Die Vielfalt von 650 Vogelarten und 150 Millionen Jahre Evolution sollen so erlebbar werden.
Über Jagdtechniken, Irreführung von Feinden und Balz-Rituale wird erzählt. Durch eine Freiflughalle sausen tropische Wasservögel wie Rote Sichler und Hammerköpfe. In der Pinguinanlage stehen die bedrohten Humboldt-Pinguine Schlange zur Fütterung. Im Lori-Atrium krächzen 125 Papageien-Arten.
Die frischgeschlüpften Pelikane gehören zu den ersten Vogelküken in diesem Jahr in der Jungtierstation. „Bald folgen die Papageien, und es gibt immer viele kleine Eulen“, berichtet Ranger Alonso. Auch die Flugshow mit Adler und Condor soll dafür sorgen, dass sich die Besucherzahl von 250 000 im Jahr 2009 um ein Drittel erhöht. www.weltvogelpark.de
