X Diesen Artikel versenden


Absender-E-Mail*
Empfänger-E-Mail*
Nachricht*

szmtag

3-D-Arche bringt Weltrekord

Wilhelmshaven. Die größte dreidimensionale Pflastermalerei der Welt ist in den nächsten Wochen in Wilhelmshaven zu bestaunen. Die Straßenkünstlergruppe, die das imposante und verblüffend echt aussehende Kunstwerk schuf, hat ihren Rekord offiziell beim Guinness-Buch der Rekorde angemeldet.

Das Werk zeigt die Arche Noah, die in einer Schlucht liegt, ladebereit mit geöffneter Klappe. Beim zweiten internationalen „Streetart-Festival“ am Wochenende maßen Beobachter und Zeugen auf dem Valoisplatz neben dem Bahnhof insgesamt 1570 Quadratmeter Bildfläche, sagte Festival-Mitinitiator Michael Diers. Damit übertraf das Weltrekord-Team um Straßenmalerin Lydia Hitzfeld (45) aus Wittmund die bisherige Bestleistung des britischen Künstlers Joe Hill, die bei 1160 Quadratmetern lag.

Die Künstlergruppe hat ihren Rekord beim Guinness-Buch der Rekorde angemeldet. Zu diesem Zweck wird neben einem Vermesser und einem Notar auch Wilhelmshavens Oberbürgermeister Andreas Wagner (CDU) die Leistung offiziell beglaubigen. Außerdem müssen mehrere Beobachter bescheinigen, dass beim Malen alles mit rechten Dingen zuging. Diers rechnet damit, dass der Rekord 2014 im Guinness-Buch dokumentiert ist.

„Ich kann den Weltrekord noch gar nicht so richtig realisieren“, sagte die Straßenkünstlerin Lydia Hitzfeld. „Das Wichtigste ist, dass das Bild das Publikum begeistert.“ Gemeinsam mit Vanessa Hitzfeld, Melanie Siegel und Gregor Wosik hatte sie fünf Tage lang zehn bis zwölf Stunden mit Pinsel, Quast und Farbroller an der täuschend echten 3-D-Darstellung gemalt: Über drei Stufen stürzt Wasser in ein schmales Tal, sammelt sich zu einem Fluss, der schließlich gemächlich an der Arche Noah vorbeizieht. Das Bild wirkt auf den Betrachter so, als öffne sich ein Loch in der Fußgängerzone.

Für das Bild hat das Team insgesamt 150 Kilo Farbpulver verarbeitet, hauptsächlich Ocker, Grün und Blau. Damit die Farbe nicht vom nächsten Regen weggespült wird, haben die Künstler der Pastellkreide einen Zusatz beigemischt, der das Bild haltbarer macht. „Wir hoffen, dass es in den nächsten Monaten noch sichtbar ist“, sagte Hitzfeld. „Aber es wird verblassen, die Farben werden nicht mehr so leuchten.“

An dem Festival in der City nahmen 36 Straßenmaler aus Deutschland, Mexiko, den USA, Marokko, Italien, den Niederlanden, Frankreich und Rumänien teil. Rund 60 000 Schaulustige bestaunten die Werke der Künstler, zu denen auch Kopien alter Meister wie Botticelli, Rubens und Rembrandt gehören. (epd)


Artikel vom 06.08.12 - 12:00 Uhr
| drucken | versenden


1 Leserkommentar vorhanden

Bitte warten - die Kommentare werden geladen ...