In den letzten Jahren verwandelten klangvolle Namen wie „La Minor“, „Los Bomberos de Monte Cruz“ oder die „Red Elvises“ die Gartenstraße in ein Stück der Club-Szene von St. Petersburg oder Berlin, diesmal setzt die deutsch-russische Band Apparatschick diese Tradition fort. Taiga Tunes und Soviet Grooves, die Kapelle um Herzensbrecher Oljég Matrosovhat sich Folk-Rock, Polka und Ska auf die Fahnen geschrieben, es wird also laut und knackig. Mit Balalaika, Akkordeon, Bass und Schlagzeug bitten Oljég und seine Freunde mehr oder weniger gepflegt zum Tanz – hoffentlich findet das Publikum im Pferdestall den dazu nötigen Platz.
Wenn nicht, bleibt ja wenigstens noch das Mitklatschen und Mitsingen, und das dürfte ja bei Apparatschiks wüster Mischung aus Kalinka und Pulp Fiction nicht sonderlich schwer fallen. Für alle, die immer schon wissen wollten, wie es zwischen Machorka-Tabakistan und Wladiwostok wirklich zugeht, ist der Besuch dieser ausgelassenen Russenparty somit Pflicht. Das Konzert beginnt ams Samstag, 6. Juni, um 23.30 Uhr.
Auch um den Pferdestall herum ist in dieser Nacht eine Menge los: Nur ein Stockwerk höher gibt es von 19 bis 23 Uhr in der Galerie „Artgenossen“ Arbeiten von Gereon Krebber zu sehen, um die Ecke präsentiert die Galerie 149 von 19 bis 23 Uhr ein Programm mit Musik, Literatur und Kunst. „Jugend musiziert“-Preisträger stellen sich von 17 bis 19.30 Uhr in der Jugendmusikschule vor. Rockig wird es von 19 bis 24 Uhr mit vier Bands auf der Deichbühne am Alten Hafen. Der „Spielspass“ ist von 23 bis 4 Uhr mit einer Spiele-Nacht dabei, am t.i.m.e.Port II werden architektonische Entwürfe gezeigt, bei punkt.04 in der Rudloffstraße 111 gibt es ab 19.04 Uhr szenische Lesungen und in der Volkshochschule von 18.30 bis 1 Uhr einen Mix aus Zauberkunst, Ballonkunst und Musik der 70er und 80er Jahre.
