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Zweitbeste Verteidigung der Liga

Bremerhaven. Durch die Niederlage am Dienstag in Bayreuth sind die Eisbären Bremerhaven zunächst einmal aus den Playoff-Rängen der Basketball-Bundesliga herausgerutscht. Die beiden kommenden Heimspiele, heute um 19.30 Uhr in der Stadthalle gegen Aufsteiger s’Oliver Würzburg und am kommenden Montag der Nord-Schlager gegen die EWE Baskets aus Oldenburg, sind für die Truppe von Doug Spradley richtungsweisend.

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14:14 Zähler haben die Eisbären auf dem Konto, das bedeutet Rang zehn. Würzburg weist 16:12 Punkte auf, Oldenburg bei einem Spiel weniger 14:12 Punkte. Beide Mannschaften sind also direkte Konkurrenten im Kampf um die Playoffs. Mit zwei Siegen könnten sich die Eisbären, die nur zwei Punkte Rückstand auf Platz fünf haben, ein kleines Polster vor dem Auswärtsspiel am 8. Januar in Hagen verschaffen.

Aber selbst bei einem Sieg und einer Niederlage wäre noch nichts verloren. Denn die Vorhersage vieler Experten, dass es die spannendste und ausgeglichenste Saison in der Basketball-Bundesliga seit Jahren geben wird, bewahrheitet sich immer mehr. Da kann jeder jeden schlagen.

Aufs Spiel gegen Oldenburg angesprochen, wiegelt Spradley ab. Oldenburg gehöre von der Besetzung des Kaders her zu den Top-Drei der BBL, sagt er. In der EuroChallenge sind die EWE Baskets ungeschlagen Gruppensieger geworden, in der Bundesliga „haben sie ihren Rhythmus noch nicht richtig gefunden. Aber trotzdem sind sie personell erstklassig besetzt und gehören für mich zu den Titel-Kandidaten“, so der Eisbären-Coach.

Aber zunächst hat der 45-Jährige Aufsteiger Würzburg auf dem Schirm. Die Konzentration der Mannschaft gelte diesem Spiel und noch nicht Oldenburg. „Die Zeit der Vorbereitung ist ohnehin sehr kurz. Drei Spiele in sechs Tagen, das ist ein strammes Programm“, meint Spradley. Man müssen sich nicht nur mit dem Gegner beschäftigen, sondern auch sehen, dass die Spieler gut regenerieren. Das ist im Moment besonders wichtig, denn durch den verletzungsbedingten Ausfall von Kapitän Torrell Martin spielen die Eisbären im Moment nur mit einer Achter-Rotation.

Zudem muss mit Point Guard (Aufbauspieler) Alex Gordon ein neuer Akteur ins Team integriert werden. Mit dem ersten Auftritt des 26-jährigen Amerikaners, der in Bayreuth 19 Minuten spielte, war der Coach nicht unzufrieden, denn Wunderdinge „sind von Alex nicht zu erwarten. Er hat zwei Monate lang nicht gespielt. Und die fehlende Wettkampf-Praxis ersetzt man nicht mal eben so“, sagt Spradley und schnippst mit dem Finger.

„Gutes Spielverständnis“

Aber Gordon, den der Trainer als punktenden Point Guard bezeichnet, habe angedeutet, dass er der Mannschaft helfen könne. „Er hat ein gutes Spielverständnis, versucht, selber abzuschließen, vergisst dabei aber auch nicht seine Nebenleute“, hat Spradley ausgemacht.

In den 19 Minuten, die der 1,85 m große Gordon spielte, entlastete er in erster Linie Terrell Everett, auf dem nach dem Ausscheiden von Jamison Brewer zunächst einmal die Hauptlast im Aufbau liegt. Gegen die aggressiv verteidigenden Würzburger – sie sind mit nur 67,4 kassierten Punkten pro Spiel das zweitbeste Defense-Team nach Meister und Tabellenführer Bamberg (62,6 PpS) – wird es besonders auf den Ballvortrag ankommen. Klappt der nicht, wird es noch schwerer gegen den Aufsteiger als es ohnehin schon werden wird.

Für die Eisbären spricht, dass die Würzburger in eigener Halle zwar eine Macht sind (7:1-Siege, zuletzt gegen Bayern München), aber auswärts noch schwächeln. Lediglich eine Partie (in Gießen) hat die Mannschaft von Trainer John Patrick bisher in der Fremde gewonnen. Wenn es nach Spradley geht, soll es in Bremerhaven nicht der zweite Sieg werden. (rie)


Artikel vom 30.12.11 - 12:00 Uhr
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