
„Man könnte meinen, wir hätten eine Chance verpasst“, sagte Busch mit Blick auf den Kooperationsvertrag, den DEL und DEB – ohne die Zweitligisten – geschlossen hatten. Doch die Vorschläge der DEL, wie der Auf- und Abstieg zwischen den beiden Profi-Ligen künftig organisiert werden soll, seien laut Busch unannehmbar gewesen. So wäre der Zweitligameister nicht direkt aufgestiegen, sondern hätte sich zudem in Relegationsspielen gegen das DEL-Schlusslicht durchsetzen müssen. Darüber hinaus sahen die DEL-Pläne vor, die Relegation erst zur Saison 2012/2013 einzuführen.
Auch finanziell habe es in den Verhandlungen aus Sicht der Zweitligavereine Ungereimtheiten gegeben. Dazu zählte die Forderung der DEL, dass die Zweitligisten eine Bürgschaft in Höhe von 800 000 Euro vorweisen sollten. „Nach unserer Kenntnis haben nur zwei DEL-Klubs, Straubing und München, diese Bürgschaft aufgebracht“, sagte Busch. Nach Meinung des Pinguins-Managers steht diese Forderung in keinem Verhältnis zum wirtschaftlichen Gegenwert einer DEL-Mitgliedschaft – die Fernsehgelder von Sky fließen spärlich, die Postbank ist als Liga-Sponsor abgesprungen.
Dennoch seien die Zweitligisten bereit gewesen, für einen Kompromiss manche Kröte zu schlucken. Auf Wunsch der DEL hätte man den Spielplan so gestaltet, dass die Hauptrunde am 24. Februar beendet gewesen wäre. „Das hätte für den Neunten und Zehnten bedeutet, dass sie ihre Spieler früh in den Urlaub geschickt hätten“, erklärte Sportwart Alfred Prey.
Busch kritisierte den DEB-Präsidenten Uwe Harnos. Harnos sei bislang ein energischer Verfechter des direkten Auf- und Abstiegs gewesen: „Dazu gibt es Beschlüsse des DEB-Präsidiums.“ Busch ließ keinen Zweifel daran, dass der DEB die Interessen der Zweitligisten zugunsten der Nationalmannschaft geopfert habe.
Trotz des Konflikts blicken die Pinguins-Macher optimistisch in die Zukunft. „Es gibt zwei Profiligen, und wir werden jetzt darangehen, unsere Marke zu entwickeln. Ich freue mich auf die Saison“, sagte Busch. (dir)
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