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„Wir sind eine Bedrohung“


Bremerhaven. Im vollen Galopp starten die Fischtown Pinguins in die neue Eishockey-Saison. Zum Auftakt geht es heute Abend gleich gegen den Erzrivalen Hannover Indians. Zum ersten Heimspiel kommt am Sonntag (16 Uhr) Aufsteiger Riessersee in die Eisarena. Von Lars Brockbalz


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Pinguins-Kapitän Chris Stanley ist der „Hammer“-Auftakt heute Abend gerade recht. „Das Spiel gegen Hannover ist genau richtig für den Saisonstart. Einer der schwersten Gegner der Liga, dazu noch ein Derby – da wissen wir gleich, wo wir stehen.“ Sein Trainer Gunnar Leidborg nimmt das Spiel dagegen mit seiner gewohnten bärigen Ruhe: „Wir müssen eh gegen jeden Gegner vier Mal spielen.“ Vor Hannover hat er allerdings großen Respekt.

„Wie eigentlich immer haben sie tolle Spieler geholt“, meint Leidborg. Unter anderem kamen Dylan Gyori, Philipp Quinlan und Daniel Hilpert (alle vom DEL-Klub München) oder Ex-Pinguin Fraser Clair. „Es würde mich wundern, wenn sie nicht oben mitspielen“, sagt Leidborg. Allerdings waren die Erwartungen an die Indians in den vergangenen Jahren ähnlich hoch – und sie sind stets daran gescheitert. Hier sieht Leidborg eine Chance. „Der Druck, siegen zu müssen, liegt bei Hannover“, sagt er.

Die Pinguins haben ebenfalls eine bärenstarke Mannschaft, davon ist auch ihr Kapitän überzeugt: „Vier gute Sturmreihen, eine stabile Defensive und zwei gute Torleute – wir werden für viele Gegner eine Bedrohung sein“, prophezeit Stanley. Das darf man auch ganz konkret auf seine Reihe beziehen, die mit Jan Kopecky einen Spitzenmann dazubekommen hat. „Jan ist die perfekte Ergänzung für Marian und mich“, meint der Kapitän. „Ich denke, wir sind potenziell eine der besten Sturmreihen der Liga. Wir werden viele Tore machen, da bin ich sicher.“

Suvelo steht im Tor

Die erste Reihe ist gesetzt, ebenso der Sputnik-Sturm. Wegen der Verletzungen von Carsten Gosdeck und Viktor Beck muss Leidborg bei den beiden anderen Formationen improvisieren. Im zweiten Angriff wird heute Daniel Huhn anfangen. Der 25-Jährige, der seit Dienstag bei den Pinguins im Probetraining war, hat einen Try-out-Vertrag für vier Spiele bekommen. „Es liegt an ihm selbst, ob er viel Eiszeit bekommt. Er kann sich zeigen“, meint Leidborg. Im vierten Sturm spielen Ales Kreuzer, Sam Verelst und Philipp Gunkel. Im Tor steht Marko Suvelo.

Mehr als 3500 Zuschauer erwarten die Indians heute Abend zum Derby. Bei den Pinguins liegt die Latte für Sonntag etwas niedriger. „Ich hoffe, dass etwa 2200 bis 2500 kommen“, sagt Teammanager Alfred Prey. Immerhin war der Dauerkarten-Absatz bisher so, wie erhofft. Rund 1200 Tickets haben die Pinguins an den Mann gebracht, und der Verkauf geht noch weiter. Die Fans sind scheinbar wieder heiß auf Eishockey. Die Spieler im Übrigen auch, wie Stanley versichert: „Nach sieben Wochen Vorbereitung können die Jungs es gar nicht mehr abwarten.“

Artikel vom 23.09.11 - 12:00 Uhr
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