Zuletzt hatte die WAB mit der Niederlage im „Spitzencluster“-Wettbewerb um Fördermillionen aus dem Bundesforschungsministerium einen Rückschlag hinnehmen müssen; zudem wechselte zum Jahresende mit Geschäftsführer Jan Rispens die prägende Gründerpersönlichkeit der WAB, nach Hamburg. „Wir haben uns deshalb in einer Klausurtagung Gedanken darüber gemacht, wie es mit der WAB weitergehen kann“, sagt Interimsgeschäftsführer Jens Eckhoff.
Ergebnis: Die WAB will wachsen, nicht weichen. „Wir haben die Chance, zu dem Unternehmensnetzwerk der Windenergiebranche zu werden, insbesondere für den Offshore-Bereich“, sagt Eckhoff. Dazu soll die regionale Beschränkung der Mitgliedschaft auf den Raum Bemerhaven/Bremen fallen. „Ich würde mir wünschen, dass das ,B‘ in unserem Namen bald nicht mehr nur für ,Bremerhaven/Bremen‘, sondern für ,Bundesrepublik‘ steht“, sagt Eckhoff. „Warum soll denn nicht auch der Mittelständler aus Bayern, der seit 40 Jahren die Automobilindustrie beliefert und jetzt nach neuen Geschäftsfeldern sucht, bei uns Mitglied werden?“ 100 bis 150 neue Mitglieder bis Jahresende seien so möglich.
Daneben will die WAB auf dem Berliner Parkett in die Lobbyarbeit einsteigen. Durch den eher bodenständigen Bundesverband Windenergie (BWE) fühlen sich die seewärts drängenden Mitglieder der WAB nicht immer ausreichend vertreten. Auch für den Schritt auf ausländische Märkte wie Norwegen oder die USA soll dem Bremerhavener Netzwerk bald kein Weg mehr zu weit sein.
„Der Vormarsch der Windenergie ist nicht mehr zu stoppen“, frohlockt Eckhoff. „Was die Autoindustrie für das 20. Jahrhundert war, kann die Windkraft für das 21. werden.“ (cb)
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