„Es war gut, endlich mal wieder eine ganz normale Trainingswoche zu haben“, sagt Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg.
Nur noch Marian Dejdar fällt aus, der Rest der Pinguine ist wieder einsatzbereit, seit vergangenem Wochenende auch Carsten Gosdeck. Auf den mussten Mannschaft und Fans elf Wochen verzichten, umso umjubelter war sein Comeback. Der Stürmer selbst war sehr zufrieden: „Es hat Spaß gemacht, wieder auf dem Eis zu stehen, anstatt mit Krücken auf der Tribüne zu sitzen.“ Zwar wird der 32-Jährige auf dem Weg zurück zur Top-Form noch einige Spiele brauchen, dennoch ist auch sein Trainer überzeugt, dass er schon jetzt Akzente setzen kann: „Carstens Schussstärke kann uns helfen“, meint Gunnar Leidborg, der mögliche Euphoriestürme allerdings umgehend bremst: „Man darf nicht erwarten, dass er all unsere Probleme löst.“
Gosdecks Comeback kam früher als erwartet, ursprünglich hatte er sich das Pokalspiel am kommenden Dienstag (17. Januar) in Bad Nauheim als Ziel gesetzt. „Dafür, dass es so schnell ging, muss ich mich bei unserer Physiotherapeutin Nadine Janßen bedanken“, sagt Gosdeck. Die habe jeden Tag neben dem Eistraining zusätzliche Übungen zur Stabilisierung des Knies mit ihm gemacht. „Am Anfang tat mir jeder Knochen weh, aber mit jedem Tag ging es besser“, erzählt Gosdeck. Am Ende konnte er sein Comeback kaum noch abwarten: „Da kribbelt es in den Fingern und Füßen, weil man endlich wieder spielen will.“
Mit seiner Rückkehr aufs Eis ist die eine Seite des unglückseligen Freimarktbesuchs vom 26. Oktober vergessen gemacht. Damals kam es zu einer Auseinandersetzung mit einem Security-Mitarbeiter am Eingang zur Party-Halle. Gosdecks Angaben zufolge hatte der Türsteher ihn unvermittelt geschubst, woraufhin er stolperte und sich das Knie verdrehte. Deswegen verlangt Gosdeck von der Security-Firma Elko Schadenersatz und Schmerzensgeld. Diese Seite des Vorfalls ist noch nicht abgeschlossen. „Das Verfahren läuft, deshalb möchte ich keine näheren Angaben dazu machen“, sagt der Pinguins-Stürmer.
In Weißwasser steht für die Pinguins ein Schlüsselspiel an. Die Füchse liegen nur drei Punkte hinter den Pinguins, ein Sieg würde im Rennen um die Playoffs Luft verschaffen. Durch den überraschenden Auswärtssieg in Schwenningen dürfte das Selbstvertrauen wieder gestärkt sein.
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