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Wer ist trendiger – Mädchen oder Jungs?

„Verführt gute Warenpräsentation zum Geldausgeben?“ Dieser Frage sind wir, der Wirtschaftsleistungskurs am Lloyd Gymnasium, nachgegangen. Unter der Leitfrage, wovon das Nachfrageverhalten bei Jugendlichen abhängt, haben wir versucht zu klären, ob es wirklich immer nur der Preis ist oder ob nicht vielleicht auch andere Aspekte eine Rolle spielen. Dazu haben wir im Unterricht einen Fragebogen erstellt und an rund 320 Schülerinnen und Schüler unserer Schule verteilt. Danach haben wir die Ergebnisse zusammengetragen und analysiert. Von Bettina Vogl, 18 Jahre,

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Jungs sind Marken wichtiger, Mädchen achten mehr auf Trends. Das hat eine Umfrage im Lloyd Gymnasium ergeben. Foto dpa

Hierbei ist uns vor allem die Gegensätzlichkeit des Kaufverhaltens der Geschlechter aufgefallen. Besonders deutlich wurde dies in der Frage nach der Relevanz einer Marke. Überraschend wenig Mädchen scheinen sich für die Marke eines Produkts zu interessieren, insgesamt waren es nur 18 Prozent, wohingegen 50 Prozent der Jungs angaben, sehr markenorientiert zu sein. Wahrscheinlich werden diese Jungs etwa 15 bis 16 Jahre alt sein, denn für die Befragten in dieser Altersspanne scheinen Marken besonders bedeutsam zu sein. Diese 35 Prozent stehen im deutlichen Gegensatz zu den 12 Prozent der unter 14-Jährigen, für die anscheinend größtenteils noch die Mama einkaufen geht. Erst bei den über 18-Jährigen sinkt dieser Prozentsatz rapide auf 16 Prozent, was wohl nur mit dem Auffinden eines eigenen Kleiderstils zu erklären ist.

Außerdem haben wir untersucht, welches Geschlecht mehr auf aktuelle Trends achtet. Im Gegensatz zu den Marken sind es hier die Mädchen, denen ein zeitgemäßes Image wichtig ist. Mit anderen Worten: Mädchen sind, laut unserer Umfrage, „trendiger“ als Jungs. Diese gaben mit nur 16 Prozent an, auf aktuelle Trends zu achten.

Neben Aspekten wie Marke und Trend in Bezug auf Geschlecht und Alter haben wir ebenfalls das Nachfrageverhalten bei Jugendlichen unter Gesichtspunkten wie Warenpräsentation und verführende Werbung betrachtet. Erstaunlicherweise gaben 33 Prozent aller Befragten an, von guter Warenpräsentation zum Kauf von mehr Produkten verleitet zu werden. Der Unterschied zu den Jugendlichen, die sich nicht zum Kauf verleiten lassen, ist gravierend. Hier liegt der Wert bei nur 9 Prozent.

Werbung spielt große Rolle

Auch die Werbung scheint vor allen bei den Schülerinnen eine erhebliche Rolle zu spielen. Fast 60 Prozent gestehen sich ein, sehr häufig Opfer von Werbung und Marketing zu werden. Demgegenüber sind Jungs mit ihren 30 Prozent allem Anschein nach resistenter gegen verlockende Angebote. Wenn aber der Verkäufer in einem Geschäft unfreundlich ist, hilft auch die ganze Werbung nichts. Mehr als die Hälfte der Befragten erklärten, dass sie in diesem Fall auf gar keinen Fall kaufen würden.

Natürlich muss bei all diesen Fragen beachtet werden, unter welchen Umständen die Umfrage vorgenommen wurde. Unsere Umfrage steht nicht repräsentativ für alle Jugendlichen ganz Deutschlands, da hierfür wahrscheinlich eine zu geringe Anzahl an Schülerinnen und Schülern befragt wurde.

Artikel vom 06.04.11 - 06:00 Uhr
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