Fischereihafen. Der kleine Roboter düst über den Boden, dreht ein paar Pirouetten, stoppt nach einem weiteren Meter und verabschiedet sich mit „Fantastisch!“. Jost ist stolz. Der Zehnjährige hat dem Roboter Leben eingehaucht und fängt sofort an, die Programmierung auszubauen: Technik für Kinder in der Phänomenta.
Jeden ersten Donnerstag im Monat bietet sie Roboterprogrammierung für Kinder an. Phänomenta-Mitarbeiter Wolfgang Timm erklärt kurz die Lego-Roboter und die vier verschiedenen Sensoren, die die jungen Programmierer nutzen können. „Und dann müsst ihr ausprobieren, ob euer Roboter das macht, was er soll“, gibt Timm das Startzeichen.
Nach ein paar Minuten hat der erste per USB-Kabel seine Anweisungen vom Computer geladen und flitzt durch den Ausstellungsbereich. Per hatte sich eine Schleudervorrichtung gesichert und lässt seien Roboter nun Pfeile abwerfen: „Treffer! Es funktioniert.“
Schüler des Gymnasium Wesermünde hatten sie gebaut. Sie besuchen im 9. Jahrgang eine Forscherklasse und arbeiten im Fach Informatik mit den Lego-Robotern. Eine Kooperation mit der Bremerhavener Hochschule macht das möglich. Die Phänomenta wiederum leiht sich dort die Roboter aus, und die Schüler helfen an den Programmiertagen als Scouts. „Von Schüler zu Schüler geht das viel leichter“, freut sich Ralf Seidel von der Phänomenta über dieses Engagement.
An diesem Tag ist Timm wegen des Wetters zwar allein ohne Scouts, aber er wird sowieso schnell zum Zuschauer und schmunzelt über die Ergebnisse seiner jungen Besucher: „Es ist erstaunlich, welche Ideen sie haben.“ Auch blutige Anfänger wie Jost fummeln sich schnell in das einfach aufgebaute Computerprogramm ein, und die anderen sind sowieso schon alte Hasen. Dustin Phillipp (16) zum Beispiel, der zusammen mit Dominik Melchers (13) gekommen ist. Der eine programmiert zu Hause Spiele, der andere hat Informatik in der Schule. „Es macht trotzdem Spaß hier“, sagen die beiden, die ihren Roboter wild winken lassen. Er könnte seinen Arm auch zum Hockey-Spielen benutzen. Doch dafür reicht die Zeit nicht mehr.
„Origami und Kirigami zum Valentinstag“ für Kinder ab fünf Jahren sowie am Freitag von 15.30 bis 16.30 Uhr „Heiße Beutel für kalte Hände – Taschenwärmer selbst gemacht“ für Kinder ab 8 Jahren. Um Anmeldungen wird gebeten.
Der 16-jährige Dustin Philipp (stehend) und Dominik Melchers (13) haben sich von den kleinen Lego-Robotern fesseln lassen und versuchen gerade, ihre Programmierung weiter auszubauen.Foto map
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