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Wende oder Playoff-Ende

Bremerhaven. Keine Hintertür, keine zweite Chance, keine Ausflüchte mehr: Siegen oder fliegen heißt es heute für die Fischtown Pinguins. Nur mit einem Erfolg in der Eisarena (20 Uhr) gegen die Dresdner Eislöwen bleiben sie im Playoff-Viertelfinale. Verlieren sie, ist die Saison beendet.

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Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg hat mit seinen 56 Jahren schon so manche Playoff-Schlacht geschlagen . Deshalb weiß er: Es ist Kopfsache, ob seine Mannschaft nach dem 1:3-Rückstand die Viertelfinal-Playoffs noch für sich entscheiden kann. Dazu müssen drei Siege in Folge her. Foto ls

In der Viertelfinal-Serie „best of seven“ liegen die Pinguins 1:3 hinten. Verkürzen sie heute auf 2:3, findet am Sonntag in Dresden Spiel sechs statt. Auch das müssen die Pinguins dann gewinnen, damit es am Dienstag in Bremerhaven zu einem echten Endspiel um den Halbfinal-Einzug kommt.

Bis dahin muss aber noch viel passieren. Die Pinguins müssen zunächst die bittere 3:7-Pleite vom vergangenen Dienstag wegstecken. Am Mittwoch gab es innerhalb der Mannschaft eine „klare Aussprache“, wie Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg es ausdrückte. Da dürften auch harte Worte gefallen sein, schließlich war niemand mit dem Spiel bei den Eislöwen zufrieden.

Heute müssen die Pinguins anders auftreten, aber das wird nicht nur körperlich und spielerisch ein Kraftakt, sondern auch psychisch. „Natürlich spielt das im Kopf eine Rolle, dass man unbedingt gewinnen muss“, meint Pinguins-Trainer Leidborg. Sein Playoff-erfahrener Torhüter Marko Suvelo hat dafür ein einfaches Mittel parat: „Man muss schnell vergessen können. Das nächste Spiel geht immer bei 0:0 los.“ Klingt wie eine Durchhalteparole, aber genau das ist ja auch gefragt: durchhalten.

Genauso gefragt ist gegenhalten. Das haben die Pinguins bisher zu wenig gemacht gegen die Eislöwen, die im Zweikampf meist bissiger waren. Auch deshalb hat Leidborg im Abschlusstraining nochmal sehr intensiv Forechecking spielen lassen. „Das hat uns die ganze Saison stark gemacht. Aber gegen Dresden haben wir uns meist ins Mitteldrittel zurückgezogen. Das dürfen wir nicht machen“, meint er. Die stets sehr defensiven Dresdner schon im Spielaufbau zu stören dürfte ein gutes Mittel sein, um den Sieg zu erzwingen.

Dresden tritt wohl mit derselben Formation an wie zuletzt, bei den Pinguins gibt es dagegen kleine Änderungen. Justin Kurtz ist wieder fit und kehrt in die erste Verteidigung zurück. Im ersten Sturm stellt Leidborg um. Marcel Ohmann spielt anstelle von Ales Kreuzer, um die in den Playoffs eher blass gebliebene Formation zu beleben. Auch für die Überzahl hat Leidborg einige Varianten mit vier Stürmern einüben lassen, um etwas in der Hinterhand zu haben, wenn es heute Abend nicht läuft.

Sollte das tatsächlich der Fall sein, wäre die Saison unerwartet früh beendet. Die tolle Hauptrunde mit Platz drei bleibt ein Trost, allerdings nur ein schwacher, wie auch Trainer Leidborg findet: „Wenn man ausscheidet, ist man immer enttäuscht. Egal, ob in der ersten Runde oder im Finale. In den Playoffs spielt man, um zu gewinnen. Fertig. Aus.“ (lb)


Artikel vom 25.03.11 - 12:00 Uhr
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