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Vierte Pleite gegen den Angstgegner


Bremerhaven. Seit gestern Abend ist es amtlich: Die Lausitzer Füchse sind der Angstgegner der Fischtown Pinguins in der Zweiten Eishockey-Bundesliga. Alle vier Saisonspiele gegen die Sachsen gingen verloren, gestern gab es gar eine 0:5-Klatsche. Von Lars Brockbalz


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Die Premiere für Verteidiger Patrik Hucko ging daneben. Sein ersten beiden Spiele im Pinguins-Trikot gingen verloren.

Durch die Niederlage haben die Gäste die Pinguins in der Tabelle überholt. Die wiederum sind der Abstiegsrunde wieder gefährlich nahe gekommen. Der Abstand auf Platz elf, den zurzeit Dresden einnimmt, beträgt nur noch fünf Punkte. Wie schon im ersten Heimspiel gegen Weißwasser (0:3) schafften es die Pinguins nicht einmal, ein Tor zu erzielen. „Wenn man viermal gegen eine Mannschaft verliert, kann das kein Zufall sein. Die Art und Weise, wie Weißwasser spielt, liegt uns nicht. Sie haben routinierte, gute Einzelspieler und machen immer genau dann ein Tor, wenn sie es brauchen“, analysierte Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg.

Seine Mannschaft hatte gestern 15 gute Minuten zu Beginn des Mitteldrittels, konnte in dieser Phase den 0:1-Rückstand aus dem ersten Drittel aber nicht wettmachen. Sebastian Klenner hatte die Füchse in Überzahl in Führung gebracht. Mitten in der Drangperiode der Pinguins fiel das 0:2. Steve Slaton war gestolpert, Danny Albrecht auf Linksaußen frei durch. Seinen Querpass verwertete Mike Sullivan. „Bis zum 0:2 war es bei uns in Ordnung, dann war es ein wenig Männer gegen Kinder. Wir sind gelaufen, haben gekämpft und Alibi-Schüsse abgegeben, die haben die Tore gemacht“, meinte Leidborg. Spätestens nach dem 0:3, das nach dem gleichen Muster wie das zweite Tor fiel, war das Spiel gelaufen. Im Schlussdrittel schlugen die Lausitzer Füchse noch zweimal zu und machten ihren Triumph perfekt.

Hucko mit solider Leistung

Edgars Lusins stand gestern wieder im Tor, Neuzugang Patrik Hucko feierte seine Heimpremiere. Er zeigte ein solide Leistung ohne Patzer, aber auch ohne große Akzente. Alexandre Parent musste als überzähliger Ausländer auf die Tribüne.

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Wer die Heimmannschaft ist, konnte man im ersten Drittel nicht sehen. Die Lausitzer Füchse bestimmten das Spiel, die Kombinationen liefen sehr flüssig, so gab es zahlreiche gute Torgelegenheiten. Bei den Pinguins dagegen lief nicht viel zusammen. Oft kam der Pass genau dahin, wo der Mitspieler gerade weggefahren war. Die einzige Strafzeit in den ersten 20 Minuten nutzten die Gäste zur Führung. Sie bauten sich gut auf und brachten Klenner in Position. Seinen verdeckten Schuss musste Lusins am langen Pfosten passieren lassen.

„Dass wir in unserer ersten Überzahl gleich ein Tor gemacht haben, hat uns Sicherheit gegeben“, sagte Gäste-Trainer Dirk Rohrbach. Die Pinguins hatten Glück, dass nur eine von einem halben Dutzend guter Chancen drin war. Die besten Gelegenheiten für die Gastgeber hatten Chris Leinweber, der völlig frei aus kurzer Distanz an Torwart Jonathan Boutin scheiterte, und Pierre-Luc O’Brien. Der Kanadier vernaschte seinen Gegenspieler, sein Schuss war dann aber nicht genau genug.

Die Pinguins kamen mit mehr Schwung aus der ersten Pause. Spielerisch lief es besser, vor allem arbeiteten die Pinguins härter. Ihre Chancen nutzten sie aber nicht. Chris Stanley hatte Pech mit einem abgefälschten Schuss, Huckos Hammer fand die Lücke nicht und Dimitri Litesov bekam den Puck nicht an Boutin vorbei.

Die Gäste konterten und gingen durch zwei Tore nach gleichem Schnittmuster mit 3:0 in Führung (38./39.). Beide Male kam der Angriff über Linksaußen, beide Male schoss Sullivan den Querpass ein. Das zweite Tor fiel bei Überzahl der Gäste, sie nutzen von drei Powerplay-Situationen zwei zu Toren.

Am Ende kam es knüppeldick. Bei eigener Überzahl kassierten die Pinguins das 0:4 durch einen strammen Schuss von Jens Heyer, beim 0:5 durfte Markus Lehnigk in aller Seelenruhe ums Tor herumkurven und einschieben.

Artikel vom 08.02.10 - 11:00 Uhr
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