Nach Chris McNaughton und Jason Cain ist Raffington der dritte Neuzugang bei den Eisbären. Spielfähig wäre das Team schon mal, denn mit Jamison Brewer, Torrell Martin sowie Tony Canty umfasst der Kader von Coach Doug Spradley schon sechs Spieler. „Wir sind sehr gut im Plan“, sagt Manager Jan Rathjen. Mit Brewer, Martin, Cain und McNaughton sind bereits vier Schlüsselpositionen besetzt.
Ein ganz großes Plus ist zudem, dass die Eisbären ihr deutsches Kontingent beisammen haben. Neben Canty, McNaughton und Raffington haben die Eisbären mit Maurice Pluskota und Dominiqie Johnson noch zwei weitere deutsche Nachwuchsspieler in der Hinterhand.
Der 2,05 Meter lange Raffington kann sowohl als Power Forward (Position 4) als auch auf der Center-Position (5) spielen. Der 106 Kilogramm schwere Akteur bringt viel Physis mit und wird als Rotationsspieler für Entlastung der langen Garde sorgen. Er ersetzt Maksym Shtein.
Sein bisher bestes Spiel in der Bundesliga absolvierte Raffington ausgerechnet gegen den neuen Arbeitgeber. 15 Punkte erzielte er in der vergangenen Saison in der Stadthalle gegen die Bremerhavener. „Aber das war nicht ausschlaggebend für seine Verpflichtung“, sagt Rathjen und schmunzelt dabei.
Vorausgesetzt, dass Pluskota und Johnson noch zum Kader stoßen, fehlen den Eisbären für die kommende Saison noch vier Akteure. Weiter im Visier von Spradley ist Terrell Everett. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass er zurückkehrt“, sagt Rathjen. Wenngleich der US-Boy das letzte Angebot der Eisbären noch nicht angenommen hat.
Einen zusätzlichen Akteur für die großen Positionen wollen die Bremerhavener noch holen, ein guter Distanzschütze fehlt auch noch. „Es muss kein reiner Shooter sein, sondern eher ein Spieler, der auch mal im Aufbau spielen könnte, wenn Not am Mann ist“, so der Manager. Mit Brewer und Canty („Er soll so viel Spielzeit bekommen, wie es geht“) haben sie zwei Point Guards, „doch sollte sich einer von beiden verletzen, könnte es eng werden“.
Die beiden weiteren Akteure sind für die beiden Flügelpositionen 2 und 3 angedacht. Denn dort gibt es noch eine Lücke. „Wir haben für jede Position einen finanziellen Rahmen, in dem sich der Coach bewegen muss“, sagt der Manager. Somit ist noch völlig offen, ob die Eisbären BBL-erfahrene oder Europa-Rookies (Frischlinge) vom College verpflichten werden. (rie)
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