
Knapp ein Drittel der Saison ist gespielt, und die Pinguins können äußerst zufrieden sein: Nach einem guten Start mit vier Siegen aus fünf Spielen kam zwar ein Durchhänger mit dem 1:4 gegen Heilbronn in eigener Halle als Tiefpunkt. Doch die Pinguins zogen sich rasch aus der Mini-Krise. Vor allem der 4:3-Sieg nach Verlängerung und dreimaligem Rückstand gegen Rosenheim gab dabei Schwung. Sechs Siege in Folge waren der Lohn. Auch wenn Trainer Gunnar Leidborg betont, seine Mannschaft spiele weiter gegen den Abstieg, im Moment gehört sie zur Liga-Spitze.
Die Torhüter: Trainer Leidborg könnte vor dem Spiel eine Münze werfen, es steht immer der Richtige im Tor: Marko Suvelo ist gewohnt zuverlässig, Sebastian Staudt hat überrascht. Der Neuzugang hat seine Chance genutzt und ist viel mehr als nur ein Back-up. Im Moment spielen beide Torhüter gleich oft, wobei die Konkurrenz sie eher beflügelt als lähmt. Note: 2+
Die erste Verteidigung: Andrei Teljukin und Stanislav Fatyka haben die Pinguins stärker gemacht. Im Eins-gegen-eins kommt niemand an Teljukin vorbei, weil er höllisch schnell rückwärts läuft und den Gegner perfekt zur Seite abdrängt. Guter Aufbaupass, gelegentlich allerdings schlampig. Fatyka hat ein gutes Stellungsspiel und einen tollen Schuss. Riskiert weniger. Note: 2+
Die zweite Verteidigung: Patrik Hucko und Steve Slaton hatten zu Beginn der Saison die größten Probleme. Ungewohnt viele Stellungsfehler, viele Gegentore verschuldet und kaum Bindung zum Angriff. Zuletzt war allerdings eine Steigerung zu sehen, was ein wichtiger Faktor für die Siegesserie der Pinguins ist. Note: 3-
Die dritte Verteidigung: Vitalij Janke spielt solide wie immer, mit Daniel Willaschek an seiner Seite angsteinflößend für jeden Gegner. Die beiden beschränken sich auf die Sicherung des eigenen Tores. Das erledigen sie allerdings mit Hingabe. Note: 3
Spezialfall Felix Thomas: Zu Saisonbeginn spielte er mit Fatyka. Das war nicht ideal. Er verteidigte solide, hatte aber zu viele Scheibenverluste. Musste zuletzt als Stürmer aushelfen, was nicht gut für ihn ist. Für ihn muss Leidborg eine neue Rolle finden.
Die erste Sturmreihe: Der goldene Helm des Top-Scorers ist bei den Pinguins ein Wanderpokal in der ersten Sturmreihe. Chris Stanley (19 Punkte), Marian Dejdar (18) und Jan Kopecky (20) stehen allesamt in der Top-Ten der besten Scorer der Liga. Wenn sie in Spiellaune sind, muss der Gegner leiden – und das war schon mehrfach der Fall. 25 von 57 Toren gehen auf ihr Konto. Note: 1
Die zweite Sturmreihe: Problemkind der Pinguins. Carsten Gosdeck ist dauerverletzt, dazu haben die Neuzugänge Mark Kosick und Kevin Saurette lange Anlaufzeit gebraucht. Zu Beginn völlig ohne Torgefahr. Bei Kosick läuft es seit dem Spiel in Weißwasser am 7. Spieltag besser. Mit den Toren kam auch mehr Sicherheit in sein Passspiel, die Scheibe geht nicht mehr so oft in die Ecke wie zu Beginn. Saurette war die Verzweiflung oft anzusehen, er brauchte 14 Spiele bis zum ersten Treffer. Immerhin hat er nie aufgegeben und arbeitet nach hinten wie kein anderer Stürmer. Trotzdem: Note: 4
Die dritte Sturmreihe: Die „Sputniks“ starteten schwach in die Saison. Ihre Energie war nur selten zu spüren. Auch sie haben sich gesteigert, spielen wieder einfacher und prompt schießen sie auch Tore. Den größten Sprung hat in den letzten Spielen Dimitri Litesov gemacht. Note: 3
Die vierte Sturmreihe: Philipp Gunkel ist ein starker Neuzugang. Mit Ales Kreuzer und Sam Verelst ein guter Block. Zusammen schon acht Tore, obwohl die Reihe oft auseinandergerissen wurde, weil irgendwo anders jemand fehlte. Doch stets zeigte sich: Für Gunkel und Kreuzer ist es am besten, wenn sie gemeinsam auflaufen. Sven Schlicht bekam ein paar Einsätze, drängte sich dabei aber nicht auf. Note: 2-
Fazit: Die Pinguins stehen besser da als erwartet. Die Neuzugänge haben die Mannschaft stärker gemacht, krasse Ausreißer nach unten gab es keine. So führt der Weg klar in die Playoffs.
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