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Theaterschiff auf der Erfolgswelle

BREMEN. Das Theaterschiff Bremen schwimmt auf einer Welle des Erfolgs. „Das war das erfolgreichste Jahr, das wir je hatten“, sagte der Direktor des kleinen Privattheaters, Knut Schakinnis. 52 000 Besucher bedeuteten 2011 eine Auslastung von 91 Prozent.

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52000 Besucher kamen im vergangenen Jahr auf das Theaterschiff in Bremen. Damit war das Privattheater mit 91 Prozent ausgelastet. Der Schwerpunkt liegt auf Komödien. Foto dpa

2002 startete der ausgebildete Schauspieler und Theatermacher mit dem Schiff in Bremen. Zudem leitet Schakinnis auch das Theaterschiff Lübeck, die Komödie Kassel und das Theater Worpswede von Bremen. Das Jahresbudget aller Theater zusammen liegt nach seinen Angaben bei 2,4 Millionen Euro, davon in Bremen 1,1 Millionen Euro. „Wir schreiben schwarze Zahlen, Gewinne werden in den gemeinnützigen Gesellschaften immer wieder investiert.“ In Bremen haben im vergangenen Jahr vor allem die Komödien „Suche impotenten Mann fürs Leben“ und „Heiße Zeiten – die Wechseljahre-Revue“ die Kassen klingeln lassen. Im Dezember seien an manchen Tagen bis zu 600 Karten im Vorverkauf abgesetzt worden.

Der Große Saal auf dem Schiff hat 167 Plätze, der kleinere bietet 97 Stühle und zehn Barhocker. Die beiden erfolgreichen Stücke laufen in diesem Jahr weiter. Außerdem werden sie immer wieder an den anderen Spielstätten zu sehen sein. „Heiße Zeiten“ wird beispielsweise im Februar im Theaterschiff Lübeck gespielt.

Der Austausch der Stücke in seinen Theatern gehört für Schakinnis zur Unternehmensphilosophie. „So lassen sich Kosten reduzieren.“ Die Produktionen seien teuer, der Aufwand werde aufgeteilt. Staatliche Zuschüsse erhält keine seiner Spielstätten. „Dann hätte ich bis jetzt kein Theater“, sagte der 56-Jährige. Alles sei selbst finanziert. Der Anteil von Sponsorengeldern am Gesamtbudget liegt nach seinen Angaben zwischen sechs und acht Prozent.

In diesem Jahr plant Schakinnis den Kauf einer weiteren Spielstätte: Er will das Packhaustheater im Schnoor erwerben. Wie berichtet, gab die Stadt bereits grünes Licht für den Kauf. Wenn alles klappt, wird das Theater nach umfangreichen Baumaßnahmen Ende des Jahres wieder eröffnet. Im Mai 2011 war es in die Insolvenz gegangen. Schakinnis kennt das Haus. Von März bis Dezember 2008 war er dort Intendant. Die Zusammenarbeit sei wegen unterschiedlicher Auffassung über Theater gescheitert, sagte er.

Schakinnis wurde 1956 in Dünebusch im Westerwald geboren. In Hamburg und München absolvierte er seine Schauspiel- und Musicalausbildung. Engagiert war er unter anderem am Thalia-Theater Hamburg und am Theater am Kurfürstendamm Berlin. Nach mehr als 30 Jahren hat er sich inzwischen von der Bühne verabschiedet. (lni)


Artikel vom 09.01.12 - 07:00 Uhr
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