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Tanzen mit den Janzens


Bremerhaven. Als die Show vorbei war, ging es den Spielern der Fischtown Pinguins wie ihren Fans nach einem spannenden Eishockey-Spiel – sie brauchten erstmal ein Bier. Vor dem Tresen im Foyer der Eisarena bildete sich eine Traube aus jungen Männern mit breiten Kreuz im dunkelblauen Pinguins-Poloshirt. Sie hatten sich das Bier auch verdient. Bei der Saisoneröffnungsparty mussten sie tanzen, Purzelbäume schlagen oder das berühmte „Uffta“ anstimmen. Und das nach einem anstrengenden Training. Von Lars Brockbalz


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Tanzen mit den Janzens. Weil Sergej (links) und Alex (rechts) gewohnt maulfaul auf die Fragen von Stadionsprecher Felix Behnert antworteten, ließ der „Kalinka“ auflegen und bat die gebürtigen Russen zum Tanz. Fotos ls

Um 11 Uhr hatten die Pinguins am Sonnabend zum öffentlichen Training die Tore der Eisarena geöffnet. Alle 23 lizensierten Feldspieler und die drei Torhüter gaben den Fans einen Vorgeschmack auf die neue Saison. Da ging es – vom abschließenden Penaltyschießen mit gefühlten 120 Fehlschüssen abgesehen – verdammt ernst zur Sache. Trainer Gunnar Leidborg ist für eine Show auf dem Eis nicht zu haben. Die folgte anschließend auf der Saisoneröffnungsparty.

Kaum waren die drei Torhüter Marko Suvelo, Sebastian Staudt und Kim Hülseberg auf der Bühne, forderten die Fans schon die berühmte „Rolle“ – und die drei Torhüter ließen sich nicht lange bitten. Körperlich betätigen mussten sich auch die Janzen-Brüder Sergej und Alexander. Weil sie auf die Fragen von Stadionsprecher Felix Behnert gewohnt maulfaul antworteten, ließ der vom DJ kurzerhand „Kalinka“ spielen und forderte die gebürtigen Russen zum Tanz. Auch wenn es zum echten Kasatschok nicht reichte – das Training steckte wohl noch in den Knochen – die Eishockey-Brüder machten eine gute Figur.

Die Neuzugänge Kevin Saurette und Mark Kosick stimmten gemeinsam das „Uffta“ an – und damit es klappte, hatte Felix Behnert den Kanadiern auf fünf Din-A-4-Zetteln extra eine „Bedienungsanleitung“ geschrieben. Das „Uffta“ gelang damit schon ganz gut – es dürfte nicht das letzte in dieser Saison gewesen sein, jedenfalls wenn die Prognose von Kosick eintrifft: „Bremerhaven hat ein tolles Team. Wir haben vielleicht sogar die Chance, Meister zu werden.“ Auch der DEL-erfahrene neue Pinguinsverteidiger Andrei Teljukin verkündete große Ziele: „Wir wollen den Meisterpokal.“

Trainer Gunnar Leidborg ist kein Freund von solch euphorischen Prognosen, aber es wurde deutlich, dass er das Viertelfinal-Aus in der Vorsaison noch nicht ganz verknust hat. Er will mehr, und appellierte an die Fans: „Wenn wir zusammenhalten, vor allem an Tagen, an denen es nicht so läuft, dann können wir viel Spaß zusammen haben.“

Den hatten die rund 800 Fans am Sonnabend auf jeden Fall. Nicht nur bei der Mannschaftsvorstellung, auch beim anschließenden Plausch mit den Eishockey-Profis, beim Foto-Shooting mit den Stars oder dem Bierchen auf der Party.


Artikel vom 15.08.11 - 12:00 Uhr
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