Die gute: Nach rund sieben Wochen Verletzungspause feiert Torjäger Carsten Gosdeck sein Comeback. Die schlechte: Mark Kosick fällt mit einem gebrochenen Finger aus. Außer für die „Sputniks“ bedeutet das Umstellungen für alle Sturmreihen. Kevin Saurette rückt in den ersten Angriff zu Marian Dejdar und Chris Stanley. Im zweiten Angriff spielt Philipp Gunkel mit Ales Kreuzer und Jan Kopecky. Vor allem diese Kombination ist unerwartet. „Ich habe gehört, dass Kopecky und Kreuzer beide tschechisch sprechen“, scherzt Leidborg auf die Frage nach dem Grund der Umstellung. Es gibt aber auch eine sportliche Erklärung: „Der zweite Sturm hat sich bisher nicht mit Ruhm bekleckert, da will ich mal etwas ausprobieren.“
Für Gunkel und Kreuzer ist die Umstellung sicherlich auch eine Auszeichnung für ihre gute Arbeit im vierten Angriff. Kreuzer traf schon dreimal, Gunkel einmal.
Der vierte Sturm wird am Wochenende aus Carsten Gosdeck und Sam Verelst bestehen. Die Mittelstürmer rotieren. „Carsten ist nach so langer Pause noch nicht fit für ein ganzes Spiel, aber er wird einige Wechsel bekommen“, sagt Leidborg.
Denn selbst wenn der Stürmer läuferisch nicht voll da ist, seine Schusskraft hat er natürlich noch immer und die kann gerade in knappen Spielen ein entscheidender Faktor sein.
Da sind auch sichere Torleute gefragt und was dieses Thema angeht, hat Leidborg trotz der Niederlage am Sonntag in Landshut eine positive Erfahrung gesammelt: „Das Spiel hat gezeigt, dass wir zwei gute Torleute haben.“ Trotz dieses Lobes für Backup Sebastian Staudt wird heute wieder Marko Suvelo zwischen den Stangen stehen, aber Staudt kann sicher sein, dass er weitere Chancen bekommt. In der Abwehr gibt es keine Umstellungen, auch wenn Daniel Willaschek wieder spielen kann. Er soll erstmal auf der Bank sitzen.
Zum ersten mal in dieser Saison haben die Pinguins ein echtes „Kracher-Wochenende“ mit zwei ganz starken Gegnern vor sich. Die Heilbronner Flaken liegen einen Punkt hinter den Pinguins auf Platz drei. Mit Michel Léveillé, Luigi Calce in seinem dritten Frühling, dem Ex-Freiburger Chris Billich oder dem US-Amerikaner Bryan Marshall, der mit der Empfehlung von 106 Scorerpunkten in einer Saison aus Herning (Dänemark) gekommenen ist, haben die Gäste Stürmer der Extraklasse im Kader. In der Verteidigung haben sich die Falken unter anderem mit Ex-Pinguin Michail Kozhevnikov verstärkt.
„Man muss zugeben, dass beide Gegner vom Wochenende auf dem Papier besser sind als wir“, sagt Pinguins-Trainer Leidborg. Sonntags-Gegner Schwenningen hat daraus allerdings wenig Nutzen gezogen. Der Topfavorit hat einen unterirdischen Start hingelegt und steht mit drei Punkten am Tabellenende. Nach dem 2:4 in Hannover zogen die Wild Wings deshalb die Reißleine und trennten sich von Trainer Axel Kammerer. Vorerst übernimmt Co-Trainer Toni Raubal.
„Man darf sich nicht blenden lassen. Schwenningen hatte viel Verletzungspech und teilweise nur drei oder vier Verteidiger. Wie willst du da gewinnen?“, sagt Leidborg. Er kann nur hoffen, dass die Schwenninger das Rezept bis Sonntag noch nicht gefunden haben.
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