Mit Ausnahme der Festpreisangebote steige der Preis für Stromprodukte pro Kilowattstunde um brutto 0,83 Cent, berichtete EWE. Ein Haushalt mit dem Grundversorgungstarif Strom Comfort mit 3500 Kilowattstunden Jahresverbrauch müsse etwa 2,40 Euro pro Monat mehr bezahlen.
Für dieses Plus sind laut EWE zum einen gestiegene Netzentgelte verantwortlich: Gebühren, die Netzbetreiber für die Durchleitung des Stroms zu den Kunden erheben. Neben der gestiegenen Ökostromförderung nannte der Versorger die neue Industrieumlage als weiteren Kostenfaktor. Unternehmen mit sehr hohem Stromverbrauch könnten sich seit Jahresbeginn von der Zahlung der Netzentgelte befreien lassen – diese Kosten würden auf die übrigen Stromkunden umgelegt.
Mit der Preissteigerung bei EWE rollt die Welle der Stromtariferhöhungen weiter. Nach Recherchen des Tarifvergleichsportals Toptarif müssen Kunden von 139 Stromversorgern seit Januar oder ab Februar mehr Geld bezahlen – im Schnitt 3,8 Prozent. Zum 1. März erhöht der Hamburger Ökostromanbieter Lichtblick mit Verweis auf steigende staatliche Abgaben die Preise um 0,55 Cent brutto pro Kilowattstunde. Auch die Stadtwerke Buxtehude kämen im Frühjahr nicht um eine Preiserhöhung herum, kündigte Stadtwerke-Chef Thomas Müller-Wegert an. Der Bremerhavener Versorger swb, der den Strompreis vergangenes Jahr kräftig erhöht hatte, plant ebenso wie die Stadtwerke Stade vorerst keine weitere Anhebung. Den Kunden der Stadtwerke Zeven verspricht Geschäftsführer Holger Schlüter für 2012 stabile Strompreise. (rn)
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