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Stas hat Spaß an Toren


Bremerhaven. Eine Tor-Quote von 75 Prozent – davon träumt jeder Stürmer. Sergej Stas hat diese Quote. Bei seinen vier Einsätzen für die Fischtown Pinguins traf der 20-Jährige drei Mal. Nicht nur wegen seiner Treffer hat sich der schnelle Weißrusse weitere Einsätze im Team des Eishockey-Zweitligisten verdient. Heute Abend im Spiel gegen die Eispiraten Crimmitschau (20 Uhr, Eis- arena) stürmt er wieder in der ersten Reihe der Pinguins. Von lars Brockbalz


Die Eispiraten gilt es auf Distanz zu halten, liegen sie doch auf dem ungeliebten neunten Platz, sieben Punkte hinter den Pinguins.

Ein Sieg wäre Gold wert – vielleicht erneut mit einem Stas-Treffer? Seine drei Tore will der Angreifer nicht überbewerten. „Natürlich liebt jeder Stürmer den Torschuss – ich auch. Aber es gehört immer Glück dazu. Wichtiger ist, dass wir gewinnen“, sagt der 20-Jährige. Sein Treffer zum 1:0 brachte die Pinguins am vergangenen Sonntag auf die Siegerstraße. Da Jan Kopecky weiterhin mit einer Prellung ausfällt, bekommt Stas an diesem Wochenende erneut die Chance im ersten Pinguins-Sturm.

Es wird erst seine fünfte Partie bei den Profis, meist spielt er bei den Junioren. Das liegt vor allem daran, dass sein deutscher Pass noch nicht da ist. „Spätestens zur nächsten Saison bin ich Deutscher, aber ich hoffe, das klappt noch bis zu den Playoffs“, sagt Stas. Denn als Ausländer ist es viel schwieriger, ins Profi-Team zu kommen, da nur fünf Spieler ohne deutschen Pass spielen dürfen. Doch auch bei den Junioren schiebt Stas keinen Frust, im Gegenteil. Bei den Young Pinguins ist er Führungsspieler. „Ich sehe das so, dass mich jedes Spiel weiterbringt, egal wo.“ Langfristig will der 20-Jährige sich aber bei den Profis durchsetzten. „Das ist schon was anderes als bei den Junioren. Schneller, härter – eben Männer-Eishockey.“

Dass er da mithalten kann, kann er heute wieder beweisen. „Er hat gut gespielt und hart gearbeitet – also ist er wieder dabei“, hat sich Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg festgelegt. Ebenso wie auf der Torhüter-Position: Brett Jaeger spielt wieder. „Nach seinem starken Debüt wäre alles andere auch Blödsinn“, meint Leidborg.

Das heißt: Außer dem verletzten Kopecky muss noch ein weiterer Ausländer von der Tribüne aus zuschauen. Es trifft erneut Verteidiger Patrik Hucko. Kein einfaches Los für den 39-Jährigen, der wie gegen Hannover wieder die Abwehrreihen coachen wird. Leidborg veranlasste das zu einem seiner üblichen Scherze: „Eigentlich müsste ich Patrik jetzt immer draußen lassen – dann habe ich wenigstens den Co-Trainer, den ich mir schon immer gewünscht habe.“


Ibiza-Sound in der Halle

Vor der Partie gegen Crimmitschau gibt es musikalisches „warm up“ mit Ruben Moran. Der Musiker, der im Club „Amnesia“ auf Ibiza seine musikalische Heimat hat, tritt später am Abend in der Stadthalle bei den „Ibiza Nights“ auf.

Artikel vom 03.02.12 - 12:00 Uhr
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