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Stadt ist sicherer geworden


Bremerhaven. Einwohner und Besucher der Seestadt können sich sicher fühlen. Das beteuert Polizeichef Harry Götze. Die gestern vorgelegte Kriminalstatistik weist die niedrigste Anzahl registrierter Straftaten seit elf Jahren aus. 14 208 Fälle wurden bearbeitet, die Aufklärungsquote stieg von 47,4 Prozent im Vorjahr auf 52,6 Prozent. Von Christof Santler


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Rückgänge gab es zwar bei Autoaufbrüchen (2009: 477, 2008: 680), Brandstiftungen (2009: 39, 2008: 49) und Taschendiebstählen (2009: 124, 2008: 146), bei einigen Delikten musste die Polizei dagegen Anstiege verzeichnen. Dazu gehören Wohnungseinbrüche. Im vergangenen Jahr drangen Einbrecher 489 Mal in fremde vier Wände ein, im Vorjahr wurden 476 Fälle aktenkundig. Ergebnisse über den Einsatz künstlicher DNA, mit der Beute aus Einbrüchen zweifelsfrei dem Eigentümer zuzuordnen ist, liegen noch nicht vor, sagte Götze. „Nach vier Monaten kann man noch nichts sagen.“ Der Polizeichef berichtete aber, dass die Sparkasse Bremen DNA-Sets ausgeben möchte. „Vielleicht gibt es auch Interessenten in der Region, die ihren Kunden das anbieten wollen.“

Bei den Raubüberfällen auf Straßen und Plätzen ging es leicht nach oben: Von 134 Fällen im Jahr 2008 auf 141 Taten 2009. Und die Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz summieren sich wegen der verstärkten Kontrollen der Polizei ebenfalls. 631 Delikte fielen 2009 in diese Kategorie (2008: 546). Bei den Körperverletzungen wurden 2009 914 Anzeigen verfasst, 2008 waren es 74 weniger. „Wir haben die Aufklärungsquote steigern können“, sagte Götze. Sie liegt bei 90 Prozent. Was die Polizisten sorgt, ist die gewachsene Gewaltbereitschaft gegenüber Ordnungshütern. 82 Mal mussten sich Polizisten 2009 gegen Handgreiflichkeiten wehren (2008: 50 Mal). „Der Respekt gegen Polizeibeamte ist gefühlt gesunken“, sagte Götze.

In der Stadt Bremen sank die Zahl der registrierten Straftaten ebenfalls leicht. Die Aufklärungsquote verbesserte sich von 43,7 auf 47,3 Prozent. Spürbar angestiegen ist der Einbruchdiebstahl aus Wohnungen, nämlich von 2876 (2008) auf 3402 (2009).

Artikel vom 11.03.10 - 13:00 Uhr
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