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Smith: Zuletzt konstant gut

bremerhaven. Am kommenden Sonntag dürfen die Eisbären Bremerhaven endlich wieder ran. Im Heimspiel der Basketball-Bundesliga erwarten sie die Phantoms Braunschweig (16 Uhr, Stadthalle). Für Anthony Smith könnte es, wenn es schlecht läuft, das letzte Spiel im Eisbären-Dress sein. Nach der Partie muss Eisbären-Geschäftsführer Jan Rathjen Farbe bekennen und entscheiden, ob er den Vertrag mit dem 25-jährigen Amerikaner bis zum Saisonende verlängern kann.

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So sehen die Eisbären-Fans Anthony Smith am liebsten: Nach einem Pass hat der Modell-Athlet den Ball direkt in der Luft angenommen und stopft ihn per Dunking in den gegnerischen Korb. Foto eer

Die war bisher aus finanziellen Gründen gescheitert. Smith, der vergangene Saison in Gießen gespielt hat, hatte zunächst einen Kontrakt bis Anfang Januar bekommen, der noch einmal um vier Wochen verlängert worden ist. Das nächste Ultimatum wäre nun der kommende Montag. „Ich würde gerne bleiben, denn meine Familie und ich fühlen uns in Bremerhaven sehr wohl“, sagt der 1,96 Meter lange Flügelspieler. Rathjen kann aber noch keinen endgültigen Verzug melden. „Grundsätzlich sind wir uns mit Anthony einig, aber die Verpflichtung bis zum Saisonende ist noch nicht in trockenen Tüchern“, so der Geschäftsführer.

Sollte er das Geld für die Weiterbeschäftigung nicht auftreiben können, müsste Smith Nummer zwei gehen. „Es stehen noch zwei, drei Gespräche mit möglichen Geldgebern aus“, meint Rathjen.

Sportlich wäre der Abschied des Allrounders ein Verlust für Coach Doug Spradley. Wie bei seinem Namensvetter Mike glichen die Leistungen Anthonys zunächst eher einem Wellental. Mal spielte er stark, dann wieder trat er wenig in Erscheinung. Und trotzdem: Anthony Smith ist der Eisbären-Spieler, der im Verlauf der Saison bisher am längsten auf dem Parkett gestanden hat. Insgesamt waren es 549:23 Minuten, im Schnitt also 30:30 pro Spiel. In Hagen spielte der 25-Jährige sogar 40 Minuten durch.

Der zweifache Familienvater hat seine Leistungen in den letzten fünf Begegnungen enorm stabilisiert. Er punktete konstant zweistellig, markierte zuletzt im Schnitt 15,9 Punkte pro Spiel. In Hagen gelang ihm mit 18 Punkten und 10 Rebounds sogar ein Double Double (zweistellige Werte in zwei Kategorien). „Er hat gezeigt, wie wertvoll er für die Mannschaft ist“, so Rathjen.

Seine Wurfquoten lagen in den vergangenen fünf Partien – Ausnahme war das Oldenburg-Spiel – immer über 50 Prozent aus dem Feld, mit seinen vielen Flugeinlagen hat sich Smith auch in die Herzen der Fans gespielt. Wenn Terrell Everett zum Alley-Hoop-Pass ansetzt, ist Anthony Smith nicht weit, um den Ball direkt aus der Luft in den gegnerischen Korb zu hämmern.

Fazit: Wenn Spieler und Verein beide wollen, sollte es doch irgendeinen Weg geben, Smith bis zum Saisonende zu halten. (rie)


Artikel vom 01.02.12 - 12:00 Uhr
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