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Siege gibt es nur mit Vollgas

Zwolle. Sieg und Niederlage gab es für die Eisbären Bremerhaven bei zwei Testspielen in den Niederlanden. Der 68:79-Niederlage am Sonnabend gegen den holländischen Vizemeister GasTerra Flames Groningen folgten am Sonntag ein klarer 93:69 (45:33)-Sieg bei Landstede Zwolle.

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Center Chris McNaughton hinterließ in den beiden Testspielen der Eisbären in den Niederlanden einen guten Eindruck. Der 2,11-Meter-Mann erzielte sowohl gegen Groningen als auch gegen Zwolle 14 Punkte- Foto eer

„Nach dem Spiel in Groningen hatten wir eine sehr gute Diskussion“, sagte Coach Doug Spradley. Er war mit der Einstellung seiner Mannschaft in dieser Partie nur bedingt zufrieden. „Wir müssen einfach lernen, von der ersten Minute an Vollgas zu geben. Das fehlt bisweilen noch“, so der Trainer. Gegen Zwolle „haben wir mit mehr Ehrgeiz gespielt, haben das Tempo hoch gehalten“, wie er es formuliert. Das habe ihm besser gefallen.

Im Spiel gegen Groningen, das in Assen ausgetragen wurde, liefen die Eisbären sofort einem Rückstand hinterher, der mitunter 15 Punkte betrug. „Da waren wir zu schläfrig und nicht aktiv genug“, bemängelt der Trainer.

Aber die Bremerhavener kämpften sich wieder heran, verkürzten auf 62:66. Danach riss der Faden aber wieder, weil das Team vor allem in der Offensive nicht zur gewohnten Form fand und auch in Sachen Reboundarbeit unterlegen war. Nur 38 Prozent der Würfe aus dem Feld fanden ihr Ziel.

Beste Werfer waren Nationalspieler Chris McNaughton (14 Punkte), Kapitän Torrell Martin (12) und Jason Cain, dem 10 Punkte gelangen, sowie Neuzugang Zachery Peacock (8).

„Man hat deutlich gesehen, dass die Groninger in der Saisonvorbereitung schon zwei Wochen weiter sind als wir“, sagte Manager Jan Rathjen.

Peacock muss passen

Der Gegner gestern, Landstede Zwolle, hatte nicht das Format der Groninger. Bereits zur Halbzeit führten die Eisbären mit 45:33. Coach Doug Spradley ließ wieder viel rotieren, war dazu auf den großen Positionen aber auch gezwungen. Denn er musste auf Peacock verzichten, der geschont wurde. Der Amerikaner hatte sich in der Partie gegen Groningen eine Rippenprellung zugezogen. Genaueres wissen die Eisbären erst heute, wenn Mannschaftsarzt Jan Ernst den Power Forward untersucht hat.

Im dritten Viertel ließ Spradley eine Press-Verteidigung spielen, die den Holländern ebensowenig behagte wie die Zonen-Verteidigung. „In dieser Phase haben wir viele Ballgewinne gehabt, die wir konsequent genutzt haben“, so Manager Rathjen. Die Eisbären gewannen die dritten zehn Minuten deutlich mit 29:14.

Bester Werfer war Terrell Everett mit 21 Punkten. McNaughton steuerte wieder 14 Punkte bei. Die weiteren Punkte für den Bundesligisten erzielten: Anthony Smith, Torrell Martin (je 13), Jermain Raffington (12), Jason Cain (8), Mike Smith (5), Tony Canty (3), Jamison Brewer (3), Maurice Pluskota (1). (rie)


Artikel vom 19.09.11 - 12:00 Uhr
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