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Schwarzer Tag für Suvelo

Dresden. Das war ein Schock für die Eishockey-Fans an der Küste: Die Fischtown Pinguins haben gestern das vierte Playoff-Viertelfinale bei den Dresdner Eislöwen mit 3:7 (2:3, 0:2, 1:2) verloren. Nur ein kleines Wunder mit drei Siegen in Serie kann die Pinguins jetzt noch ins Halbfinale bringen.

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Blitzstart für Dresden: Nach vier Minuten erzielte Michael Schmerda (Mitte) bereits das 2:0, mit ihm freut sich Hugo Boisvert. Steve Slaton (rechts) wendet sich enttäuscht ab. Mit den frühen Gegentoren waren die Pinguins bereits auf der Verliererstraße , am Ende hieß es 3:7. Foto Dehlis

In der Viertelfinal-Serie liegen die Bremerhavener mit 1:3 hinten, das heißt Dresden hat drei „Matchbälle“. Die nächste Partie findet am Freitag in Bremerhaven statt. Verlieren die Pinguins, müssen sie unerwartet früh in die Sommerpause.

Im Halbfinale stehen bereits Ravensburg, Schwenningen und Rosenheim. Alle drei gewannen ihre Viertelfinal-Serie 4:0.

Die Pinguins erwischten gestern einen katastrophalen Start, noch dazu hatte Marko Suvelo einen rabenschwarzen Tag. Nach zehn Minuten stand es 0:3 und der an allen drei Toren nicht schuldlose Pinguins-Torhüter ging entnervt vom Eis. Von dem Rückstand erholten sich die Bremerhavener nicht mehr.

Chris Leinweber konnte gestern trotz der Faustattacke von Marc St. Jean vom Sonntag spielen, dafür fiel sein Verteidigungspartner Justin Kurtz mit Magen-Darm-Grippe aus.

Schon nach vier Minuten nahm Gunnar Leidborg eine Auszeit – denn seine Mannschaft lag bereits 0:2 hinten. In der 3. Minute traf Martin Heider zum 1:0 für die Eislöwen, Michael Schmerda erzielte 68 Sekunden später das 2:0. Bei beiden Gegentoren sah Suvelo schlecht aus. Doch weder der sonst so zuverlässige Keeper noch der Rest der Mannschaft konnte nach der Auszeit die Nervosität ablegen. Jan Zurek erzielte in der 11. Minute sogar noch das 3:0, und wieder hatte Suvelo Mitschuld. Leidborg zog die Konsequenz und schickte Dustin Haloschan für den entnervten Finnen ins Tor. Haloschan hatte sein letztes Spiel vor mehr als drei Monaten im Pokal gemacht, in der Liga durfte er ganze 28 Minuten spielen. Trotzdem machte der 19-Jährige seine Sache zunächst gut.

Das Spiel schien nach dem 0:3 schon verloren, doch die Pinguins kamen durch einen Doppelschlag zurück. Zunächst traf Chris Stanley in Überzahl zum 1:3 (12.), dann besorgte Gerrit Fauser mit einem Kraftakt nach einem Abpraller von Dresdens Torhüter Pasi Häkkinen das 2:3 (14.). Die Pinguins traten plötzlich ganz anders auf und gestalteten die Partie wieder offen.

Das galt auch für weite Strecken des Mittelabschnitts, in dem sich die Chancen die Waage hielten. Hier ging Hugo Boisvert allein aufs Pinguins-Tor zu und wurde von Patrik Hucko gerade noch auf Kosten einer Strafzeit gestoppt, dort vergab Stanley einen sehr aussichtsreichen Konter in Unterzahl. Als die Bremerhavener in der 33. Minute kurz hintereinander zwei Strafen kassierten, erzielte Marc St. Jean in der doppelten Überzahl das 4:2 (34.). Das war’s dann. In der 39. Minute fiel sogar noch das 5:2 durch Ex-Pinguin Bruce Becker, der Haloschan durch die Schoner schoss.

Der Rest war Formsache. Norman Martens (41., 55.) traf im Schlussdrittel noch zweimal für Dresden, Patrik Hucko für die Pinguins (53.) Jetzt gilt es für die Pinguins, die Nerven zu beruhigen und nochmal alle Kräfte zu mobilisieren, sonst könnte schon am Wochenende die Saison zu Ende sein. (lb)

Artikel vom 23.03.11 - 07:00 Uhr
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