
Nötig war diese Niederlage keineswegs. Die Pinguins zeigten eine ansprechende Leistung, ein Sieg wäre nicht unverdient gewesen. Nach dem ersten Drittel führten die Bremerhavener mit 1:0 durch einen Überzahl-Treffer von Carsten Gosdeck (18. Minute). Das Kraftpaket zeigte sich diesmal filigran, umspielte zwei Gegenspieler und schob elegant ein. Die Gastgeber hatten furios begonnen, dann bekamen die Pinguins aber Hand ans Spiel.
Erneut war es ein Doppelschlag, der den Vorteil zunichte machte. Innerhalb von 36 Sekunden zu Beginn des Mitteldrittels brachten PJ Fenton im Powerplay und Mark Heatley die Steelers mit 2:1 in Führung. Es war bereits der 13. Doppelpack (zwei Gegentreffer innerhalb von zwei Minuten) gegen die Pinguins in dieser Spielzeit.
Spätestens als dann im Schlussabschnitt der 14. Gegentor-Doppelpack (75 Sekunden) die Niederlage perfekt machte, war Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg bedient. „Wir plädieren für eine Regeländerung: Nach einem Gegentor muss es automatisch eine Auszeit geben“, meinte der Schwede angesichts dieser verheerenden Bilanz. Im Übrigen wurden nur drei der Doppelpack-Spiele am Ende noch gewonnen.
Tatsächlich nahm Leidborg nach dem Treffer zum 1:2 eine Auszeit, die auch Wirkung zeigte. Danach waren die Pinguins überlegen, ihre Chancen konnten sie jedoch nicht in Tore ummünzen. Zum einen, weil Steelers-Torhüter Sebastien Charpentier gut aufgelegt war, zum anderen, weil viele Angriffe nicht hundertprozentig zu Ende gespielt wurden. Trotzdem hatten Gosdeck, Sergej Stas, Daniel Willaschek und Stanislav Fatyka den Ausgleich auf dem Schläger. Allein, der Puck ging nicht ins Tor.
So ging es mit dem Rückstand in den Schlussabschnitt, in dem Chris St. Jacques auf 3:1 (46.) erhöhte und Alexander Genze nur 75 Sekunden später in Überzahl mit dem 4:1 und dem zweiten Steelers-Doppelpack für die Entscheidung sorgte. Dass Gosdeck mit seinem vierten Treffer in den letzten drei Spielen kurz vor Schluss in doppelter Überzahl noch das 2:4 (60.) erzielte, war nur Ergebniskosmetik.
„Den Unterschied haben heute die ersten Linien und die Torhüter gemacht“, bilanzierte Leidborg. Er hatte Marko Suvelo ins Tor gestellt. Weil sich Verteidiger Steve Slaton am Freitag am Knie verletzt hat, griff der Pinguins-Trainer wieder auf Patrik Hucko zurück. Dafür musste ein anderer Ausländer auf die Tribüne. Es traf den neuen Torhüter Brett Jaeger, der bei den beiden jüngsten Siegen der Pinguins noch zwischen den Pfosten gestanden hatte.
Durch die Niederlage stehen die Pinguins im Playoff-Rennen nun wieder mehr unter Druck. Sie stehen auf Rang sieben, die Hannover Indians auf Platz acht sind punktgleich. Was aber viel schlimmer ist: Der Vorsprung auf die Ravensburg Towerstars, die derzeit den neunten Platz belegen, beträgt nur noch vier Punkte. Um nicht vom Playoff-Berg zu purzeln, müssen die Pinguins in den nächsten Spielen Standfestigkeit beweisen. (lb/ber)
22. Januar beim 2:3 gegen Rosenheim 31 Sekunden
5. Februar beim 2:4 in Bietigheim 36 Sekunden
13. Januar beim 2:5 in Weißwasser 43 Sekunden
26. Dezember beim 2:4 in Garmisch 57 Sekunden
20. Dezember beim 6:4 gegen Crimmitschau 58 Sekunden
5. Februar beim 2:4 in Bietigheim 75 Sekunden
20. Januar beim 2:3 n.V. in Ravensburg 85 Sekunden
30. Dezember beim 5:4 n.P. gegen Bietigheim 92 Sekunden
27. November beim 2:6 in Heilbronn 2 x je 100 Sekunden
28. Dezember beim 3:4 in Crimmitschau 119 Sekunden
28. Oktober beim 5:3 in Ravensburg 120 Sekunden
Bietigheim – Fischtown Pinguins 4:2 (0:1, 2:0, 2:1)
Pinguins: Tor: Suvelo (Staudt); Abwehr: Teljukin, Janke – Hucko, Thomas – Willaschek, Fatyka; Angriff: P. Beck, Stanley, Stas – Gosdeck, Kosick, Saurette – Verelst, Gunkel, Kreuzer – S. Janzen, A. Janzen, Litesov.
Tore: 0:1 (17:45) Gosdeck (Thomas) bei 5/4; 1:1 (20:30) PJ Fenton (Walton, St. Jacques) bei 5/4; 2:1 (21:06) Heatley (Herbst, R. Schoofs) ; 3:1 (45:33) St. Jacques (Walton, Fenton); 4:1 (46:48) Genze (St. Jacques, Walton) bei 5/4; 4:2 (59:19) Gosdeck (Teljukin, Stanley) bei 5/3.
Strafzeiten: Steelers: 8 Minuten – Pinguins: 6 Minuten
Schiedsrichter: Ramin Yazdi (Neuss) – Zuschauer: 1210
Die große Familienserie der NORDSEE-ZEITUNG widmet sich seit dem 2. März 2012 dem Thema „Familienfreundlichkeit“ im Landkreis Cuxhaven. Für jeden Ort und jede Gemeinde erscheinen zur Veröffentlichung aktuelle Luftbilder. Diese Luftbilder können Sie nun auf hochwertigem Fotopapier in unseren Kunden-Centern bestellen. Hier erfahren Sie mehr.
Individuelle Nachrichtenauswahl - immer aktuell
Wir unterstützen Sie dabei gezielt diejenigen Nachrichten, die für Ihren Internetauftritt interessant sind, ohne viel Aufwand zu integrieren. Dafür haben wir ein Modul entwickelt, das Sie ganz leicht mit wenigen Klicks selbst an Ihre Anforderungen anpassen können.