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Ring frei zur nächsten Runde

Freiburg. Wollen die Fischtown Pinguins heute im zweiten Spiel der Playdowns bei den Freiburger Wölfen bestehen, werden sie vor allem den Kampf annehmen müssen. Denn die Wölfe sind nach dem 1:5 im ersten Duell gereizt und werden mit allen Mitteln versuchen, die Serie auszugleichen. Das Motto heißt: Ring frei zur nächsten Runde.

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Obwohl erst seit Ende Januar hier, hat sich Patrik Hucko bei den Pinguins zu einem Führungsspieler aufgeschwungen. Der 37-Jährige ist ein Ruhepol in der Abwehr. Foto eer

Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg ist trotzdem nicht Bange: „Sie haben ein paar alte Hasen, die im ersten Spiel versucht haben, zu provozieren. Aber meine Jungs haben das nicht zugelassen, deshalb bin ich auch für das Spiel in Freiburg zuversichtlich.“ Duell drei in der Serie „best of seven“ steigt am Sonntag wieder in Bremerhaven (18 Uhr, Eisstadion).

Die Pinguins reisten bereits gestern ins Breisgau und trainierten am Abend in Freiburg. Sie werden heute mit denselben Spielern auf dem Eis stehen wie am Dienstag, wie Leidborg ankündigte. „Wir haben stabil gestanden“, lobte er seine Mannschaft nach Spiel eins.

Die personifizierte Stabilität ist derzeit Patrik Hucko. Der Verteidiger, der Ende Januar für den überraschend abgewanderten Michail Kozhevnikov verpflichtet worden war, spielt rechtzeitig zur entscheidenden Saisonphase in Topform – auch, weil er eine hartnäckige Verletzung endgültig überwunden hat. Ein Bluterguss war aus dem Oberschenkel unter das Knie „gewandert“. Doch das ist nun vorbei, und der Tscheche füllt die ihm zugedachte Führungsrolle voll aus. „Egal, bei welchem Verein er gespielt hat, er war immer ein Leader. Ich hatte die Hoffnung, dass er es auch bei uns wird – und das ist jetzt der Fall“, lobt Leidborg den 37-Jährigen. Hucko selbst sieht sich nicht so gern aus der Mannschaft herausgehoben. „Ich will nur, dass das Team gewinnt. Wer dabei Tore schießt oder wer besonders gut spielt, ist mir egal“, sagt er.

Drei Tore in zwei Spielen

Dennoch: Drei Tore in den letzten beiden Spielen beweisen: Hucko ist ein Scharfschütze. Zudem überzeugt er mit seiner Ruhe und starkem Stellungsspiel. Die Orientierung hat er auch im größten Trubel vor dem eigenen Tor noch nie verloren. Mit dieser Klasse kann er auch die jungen Kollegen führen. „Es freut mich, wenn ich Vorbild sein kann“, sagt Hucko.

Seine Art kommt nicht nur bei den Mitspielern gut an, auch bei den Pinguins-Fans. Der Tscheche weiß, wie man eine Beziehung zwischen Mannschaft und Fans aufbaut. Kein Spiel, in dem er nicht mit einer Geste für die Unterstützung dankt oder zu noch mehr Anfeuerung auffordert. „Ich will, dass die Fans Spaß haben. Wenn sie uns unterstützen, spielen wir besser“, sagt Hucko.

Trotz seiner 37 Jahre würde der Tscheche den Pinguins auch in der neuen Saison gut zu Gesicht stehen. Über eine Vertragsverlängerung hat er sich aber noch keine Gedanken gemacht. „Jetzt sind Playdowns, das ist der falsche Zeitpunkt dafür.“ (lb)


Spieler des Jahres

Justin Kelly von den Bietigheim Steelers ist der Spieler des Jahres in der 2. Eishockey-Bundesliga. Eine Experten-Jury der Fachzeitung „Eishockey News“ hat den Kanadier auf Platz eins gewählt. Auch in den einzelnen Positionen wurden die Top-Spieler gekürt. Bei den Torhütern gewann Jonathan Boutin (Lausitzer Füchse), bei den Verteidigern Matt Kinch (Ravensburg). Bester Center ist Kelly, bester Außenstürmer David Wrigley (München). Von den Pinguins kam Edgars Lusins bei den Torhütern auf Platz 4, Chris Stanley bei den Mittelstürmern auf Platz 11. Alle Platzierungen sind nachzulesen im Eishockey-News Sonderheft „Stars“

Artikel vom 19.03.10 - 16:00 Uhr
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