X Diesen Artikel versenden


Absender-E-Mail*
Empfänger-E-Mail*
Nachricht*

szmtag

Rauschender Empfang: Willkommen zu Hause


Bremerhaven. „Klar zum Winken“, kommt das Kommando von Annike Borchers. Und dann wird 7, 3, 1 geklatscht. Die Fan-Gemeinde für die „Alexander von Humboldt“ ist groß. Vor allen Dingen, wenn alte und neue „Alex“ gemeinsam die Weser aufwärtsfahren. „Schade, dass die Neue die Segel eingeholt hat“, bedauert Jens Wülken und drückt trotzdem zigfach auf den Auslöser seiner Kamera. Von Jürgen Rabbel


bild vergrößern
„Wir woll‘n die Segel sehen, wir woll‘n die Segel sehen…“ sang die Fan-Gemeinde auf der Seebäderkaje, als die neue „Alex“ mit Motorkraft weseraufwärts schipperte. Die alte „Alex“ war mit Vollzeug gesegelt.

Rundum zufrieden ist Reimer Peters, der das „Alex II“-Projekt für die Deutsche Stiftung Sail Training (DSST) als Bauaufsicht begleitet. „Das Seeverhalten ist unheimlich toll. Das Schiff liegt noch besser als erwartet im Wasser“, schwärmt Peters von der Probefahrt in der Deutschen Bucht. „Obgleich das Wasser sehr ruppig war, sind die Bewegungen auch bei 2,50 Meter Wellen angenehm weich gewesen.“ Und die „Alex II“ mache gut Fahrt. „Volle Besegelung konnten wir nicht setzen“, berichtet Peters. „Dann wären wir der alten ‚Alex‘ davongelaufen.“ Über Nacht geankert hatten die beiden Großsegler rund 14 Seemeilen (25,9 Kilometer) von Bremerhaven entfernt auf Fedderwarder Reede. Freitagvormittag liefen die beiden Schiffe dann hintereinander die Weser aufwärts, dem Begrüßungskomitee entgegen.

„Da sind sie“, entfährt es Silke Göltenboth. Sie, das sind die grünen Segel der alten „Alex“. Unter Vollzeug segelt sie am Columbusbahnhof vorbei, dahinter die Neue. Weiße Segel. Ein bisschen blass vor dem grauen Himmel. „Bram- und Royalsegel haben sie nicht gesetzt“, stellt die 29-jährige Lüneburgerin fest. „Rumpf und Rigg passen aber echt super zusammen“, schwärmt sie.

Ein paar Meter weiter hockt Petra Niemeyer im Schneidersitz auf dem Boden und blickt verträumt zu den beiden Großseglern. Als Leichtmatrose hat die Frankfurterin die alte „Alex“ lieben gelernt. Mit der Neuen habe sie am ersten Oktoberwochenende ein Rendezvous, erzählt sie strahlend. Dann hat sie nur noch Augen für die beiden Segler. „Dass die Schlepper den Schiffen zur Begrüßung entgegen fahren, ist ja ganz schön“, findet Peter Böger. „Aber irgendwie sind sie laufend im Weg“, ärgert er sich beim Versuch, „Alex I“ und „Alex II“ gemeinsam auf ein Foto zu bekommen. „Ständig kreuzen sie zwischen den Seglern.“

Richtig Stimmung ist auf der Seebäderkaje. Eine La-Ola-Welle nach der anderen schwappt die Kaje entlang. Und zwischendurch immer wieder rhythmisches Klatschen. Sieben Mal auf die Oberschenkel, sieben Mal in die Hände – und alle machen mit. Auch die, die nicht schon einmal auf der „Alex“ gesegelt sind. Dann fällt ein Böllerschuss auf der „Ubena von Bremen“. Gejohle auf der Kaje. „Klar zum Winken“, kommt erneut das Kommando. Hunderte Arme und Hände gehen hoch. Von der „Alex II“ keine Reaktion. „Winkt wenigstens, wenn Ihr schon nicht tuten könnt“, brüllt eine Frauenstimme gegen den Wind. Wieder Gejohle. Gehört hat die Aufforderung an Bord der „Alex II“ bestimmt niemand. Dafür zeigt sich die neue grüne Lady auf dem Weg zurück zur Kaiserschleuse von allen Seiten. Das Schiff dreht sich einmal um 360 Grad. „Sie zeigt, wie hübsch sie ist“, meint einer zu seiner Nachbarin. „Klar zur Schleuse“, hallt es durch die Menge. Und schon kommt Bewegung in die Schaulustigen.


Auf einen Blick

Schiff: Dreimastbark „Alexander von Humboldt II“

Länge über Alles: 65 Meter

Länge Rumpf: 57 Meter

Breite Rumpf:10 Meter

Segelfläche: 1360 Quadratmeter

Besatzung: maximal 79 Personen Baukosten: 15 Millionen Euro

Auftraggeber: Deutsche Stiftung Sail Training

Bauwerft: Brenn- und Verformtechnik (BVT) Bremen

Artikel vom 24.09.11 - 16:00 Uhr
| drucken | versenden


Anzeige

Traueranzeigen

Anzeige

Unsere Heimat von oben

Die große Familienserie der NORDSEE-ZEITUNG widmet sich seit dem 2. März 2012 dem Thema „Familienfreundlichkeit“ im Landkreis Cuxhaven. Für jeden Ort und jede Gemeinde erscheinen zur Veröffentlichung aktuelle Luftbilder. Diese Luftbilder können Sie nun auf hochwertigem Fotopapier in unseren Kunden-Centern bestellen. Hier erfahren Sie mehr.

Bad Bederkesa entdecken

Tauchen Sie ein in die neue Panorama-Erlebniswelt.

www.badbederkesa-entdecken.de

Babyseite

In unserer neuen Babyseite finden Sie die Neugeborenen aus Stadt und Land.

zur Babyseite
Anzeige

ePaper

Lesen Sie hier die aktuelle Seite 1

Zeitung

Abo Service
Abonnement
Änderungen

ePaper

Login
Abonnement

Folgen Sie uns



Folgen Sie uns bei facebook


Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

RSS - Bekommen Sie neue Topstorys direkt in den Browser oder den Feedreader geliefert.

Neue Kommentare

  1. Lohmannstraße wird saniert
    24.05. | 5 Kommentare
  2. Energie für die Stromwende
    24.05. | 3 Kommentare
  3. BIS managt den Tunnelbau
    24.05. | 1 Kommentar
  4. Seestadt macht keinen Druck bei Weservertiefung
    24.05. | 2 Kommentare
  5. Zirkustiere und Legehennen als Streitthema
    23.05. | 1 Kommentar
nordholzdorumlangenbad bederkesaschiffdorfbremerhavenloxstedthagenbeverstedt

Veranstaltungen

NZ-Card

Exklusiv für Abonnenten gibt es die NZ-Card. Erfahren Sie hier mehr über die attraktiven Angebote.

zur NZ-Card

Leser werben Leser


Werben Sie einen neuen Abonnenten und Sie bekommen eine attraktive Prämie.

zum Prämienshop

Leserbriefe


Sie wollen einen Leserbrief an die Zeitungsredaktion senden? Das Kontaktformular finden Sie hier.
Anzeige

Kinoprogramm

Börseninformationen

Anzeige

NZ-Nachrichten auf Ihrer Webseite

Individuelle Nachrichtenauswahl - immer aktuell

Wir unterstützen Sie dabei gezielt diejenigen Nachrichten, die für Ihren Internetauftritt interessant sind, ohne viel Aufwand zu integrieren. Dafür haben wir ein Modul entwickelt, das Sie ganz leicht mit wenigen Klicks selbst an Ihre Anforderungen anpassen können.

mehr
Meldungen

Politik und Welt

Premiere: Privater Raumfrachter soll an Raumstation ISS andocken Washington (dpa) - Zum ersten Mal in der Geschichte soll heute ein privater Raumtransporter an die Internationale Raumstation ISS andocken. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa gab grünes Licht für das historische Rendezvous zwischen der ISS und der Raumkapsel «Dragon», nachdem Testmanöver im All gut verlaufen waren. Die letzte Phase der langwierigen Andockprozedur soll um etwa 14 Uhr deutscher Zeit beginnen. Gut drei Stunden später soll «Dragon» dann an der Station befestigt sein. Der Transporter hat rund 500 Kilogramm an Versorgungsgütern für die ISS-Bewohner an Bord. weiter

Weitere Artikel aus dem Ressort
Mutter von mutmaßlichem Brandstifter darf ausgeliefert werden
Frisch Auf Göppingen gewinnt zum zweiten Mal EHF-Pokal
USA nennen Fortsetzung von Atomgesprächen mit Iran «positiv»

Wirtschaft

Dax nach Berg- und Talfahrt moderat im Plus Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat sich am Donnerstag etwas von seinem Rücksetzer zur Wochenmitte erholt. Nach einem wechselhaften Handelsverlauf legte der deutsche Leitindex um 0,48 Prozent auf 6315,89 Punkte zu. Seit Jahresanfang ist der Leitindex damit um etwa 7 Prozent vorgerückt. weiter

Weitere Artikel aus dem Ressort
Griechischen Banken wird mit 18 Milliarden Euro geholfen
Schwache T-Aktie enttäuscht Telekom-Aktionäre
Chemie-Beschäftigte erhalten 4,5 Prozent mehr Geld
Überragend

Sport

Frisch Auf Göppingen gewinnt zum zweiten Mal EHF-Pokal Göppingen (dpa) - Frisch Auf Göppingen hat zum zweiten Mal nacheinander den EHF-Pokal gewonnen. Der Handball-Bundesligist besiegte Dünkirchen HB im Final-Rückspiel mit 34:28 (15:14). Das Hinspiel in Frankreich war 26:26 ausgegangen. weiter

Weitere Artikel aus dem Ressort
Regen bremst Vettel: Formel 1 ratlos in Monaco
Mensing schwimmt zu 250. deutsches EM-Gold
Heidler siegt mit Weltklasse-Wurf in Ostrau - 78,07 m
Humboldt-Universität

Wissenschaft

Berlin vor München forschungsstärkste deutsche Region Berlin (dpa) - Berlin ist mit seinen Hochschulen und wissenschaftlichen Instituten zur forschungsstärksten Region Deutschlands aufgestiegen. weiter

Weitere Artikel aus dem Ressort
Skurrile neue Arten - Vom Fadenwurm bis Spongebob-Pilz
Klimaschützer: Untätigkeit kostet Billionen von Euro
Erderwärmung gefährdet große Meeres-Schildkröten
Roman Lob

Boulevard

Roman Lob: Mit Mütze und Süßigkeiten ins ESC-Finale Baku (dpa) - Roman Lob (21, «Standing Still») tritt beim Finale des Eurovision Song Contest (ESC) in Baku an diesem Samstag auf jeden Fall mit Mütze und nicht mit Kappe auf. Gegen die Nervosität braucht er viele Süßigkeiten, wie der gelernte Industriemechaniker aus Neustadt (Wied) in Rheinland-Pfalz in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur dpa am Donnerstag in Baku sagte. weiter

Weitere Artikel aus dem Ressort
Halbfinale beim ESC und Festnahmen in Baku
Nicole Kidman und Matthew McConaughey in Cannes
Zac Efron hat eine Schwäche für Nicole Kidman